
William Shakespeare's Antony and Cleopatra
Kenneth Parker gibt einen historischen und kritischen Überblick über die Kommentare zu dem Stück.
Diese werden auf fest verankerte Annahmen über Theorien der literarischen Produktion und des Konsums sowie über politische Beziehungen zurückgeführt, die in der Gegenwart noch nicht vollständig überwunden sind. Vorherrschende Traditionen (von Kleopatra als „Hure“ und „Zigeunerin“; von Antonius als „Deserteur“; von „Rom“ als dem Maßstab, mit dem es wie auch „Ägypten“ gelesen werden sollte) werden nicht einfach in Frage gestellt, sondern die genaue Lektüre des Textes des Stücks liefert eine umfassende Reihe alternativer Lesarten, die sich vor allem auf postkoloniale und feministische Theorien stützen.
Daraus ergibt sich das abschließende Argument, dass Antonius und Kleopatra von allen Shakespeare-Stücken der Text für unsere Zeit ist, ein Text, der „über das Maß des Träumens“ hinausgeht.