Bewertung:

Das Buch ist eine Biografie von Willy Ley, einer Schlüsselfigur des frühen Raumfahrtzeitalters, hat aber gemischte Kritiken erhalten. Einige Leser bewundern das Bemühen, modernistische Erzählungen in der Wissenschaft zu widerlegen, und schätzen Leys Beiträge, während andere vom Schreibstil und der vermeintlichen Voreingenommenheit gegenüber Leys Person enttäuscht sind.
Vorteile:Die Biografie ist gut recherchiert und vermittelt die wesentlichen Elemente des Lebens von Willy Ley. Sie stellt einige zeitgenössische Darstellungen der Wissenschaftsgeschichte wirksam in Frage, und die Leser erkennen die Bedeutung von Leys Beiträgen zur Raketentechnik und Raumfahrt an.
Nachteile:Einige Leser empfanden den Schreibstil als wenig fesselnd, wobei die ersten Seiten besonders abschreckend wirkten. Kritisiert wird die mangelnde Tiefe in bestimmten Bereichen, insbesondere Leys Leben in Deutschland, und einige waren der Meinung, dass die Darstellung von Ley durch säkulare und humanistische Sichtweisen beeinflusst wurde.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Willy Ley: Prophet of the Space Age
"Wunderschön geschrieben. Zeigt die Wechselfälle eines außerordentlich interessanten Lebens auf."--Michael J. Neufeld, Autor von Von Braun: Dreamer of Space, Engineer of War
"Willy Ley ist unter Raumfahrthistorikern seit vielen Jahren ein Rätsel. Seine Rolle als Wissenschaftsautor, Befürworter und Popularisierer ist vielen bekannt, aber nur wenige verstehen sie. Dieses Buch packt diese Geschichte aus"--Roger D. Launius, stellvertretender Direktor für Sammlungen und kuratorische Angelegenheiten, National Air and Space Museum.
"Ley entfachte das Feuer der interplanetarischen Begeisterung in den Herzen von Generationen junger Raumfahrtkadetten. Diese längst überfällige Biografie stellt die Details und die Höhen und Tiefen seiner Karriere dar."--Tom D. Crouch, Autor von Leichter als Luft: Eine illustrierte Geschichte der Ballons und Luftschiffe
"Buss hat nicht nur die faszinierenden und oft widersprüchlichen Aspekte von Leys außergewöhnlichem Leben herausgearbeitet, sondern auch eine wertvolle Fallstudie über die komplexe Beziehung zwischen der Popularisierung der Wissenschaft, den Massenmedien und dem wissenschaftlichen Engagement im zwanzigsten Jahrhundert vorgelegt" - Asif A. Siddiqi, Autor von The Red Rockets' Glare: Spaceflight and the Soviet Imagination, 1857-1957
Willy Ley inspirierte junge Raketenwissenschaftler und Möchtegern-Astronauten auf der ganzen Welt dazu, sich eine Zukunft mit interplanetaren Reisen vorzustellen, lange bevor es Raumfähren gab. Dies ist die erste Biografie des Wissenschaftsautors und Raketenbauers, der den Aufstieg des Weltraumzeitalters vorhersagte und vorantrieb.
Der in Deutschland geborene Ley beschäftigte sich mit Amateurraketen, bis das Feld von den Nazis übernommen wurde. Er floh nach Amerika, wo er sich während des Zweiten Weltkriegs ein neues Leben als Waffenexperte und Journalist und nach dem Krieg als Raketenforscher aufbaute. Als Amerikas führende Autorität auf dem Gebiet der Raketen, Flugkörper und der Raumfahrt verfasste er Bücher und wissenschaftliche Artikel, schrieb aber auch regelmäßig für Science-Fiction-Magazine und veröffentlichte die so genannte romantische Zoologie - eine Mischung aus Zoologie, Kryptozoologie, Geschichte und Mythologie. Er war sogar als Berater für die Fernsehserie Tom Corbett, Space Cadet und das Disney-Programm Man in Space tätig und begeisterte das Publikum mit einer romantischen Vorstellung von der Raumfahrt.
Doch als die Astronauten in den Mittelpunkt des Interesses rückten und wissenschaftliche Intellektuelle wie Wernher von Braun während des Weltraumrennens an Einfluss gewannen, verlor Ley seinen Status als Berühmtheit. Mit seinem altmodischen, populären Schreibstil und seinen exzentrischen, von Romantik und Science-Fiction beeinflussten Perspektiven wurde er von jüngeren Historikern ignoriert. Dieses Buch gibt Willy Ley den ihm gebührenden Platz als Impulsgeber einer Ära zurück - einer Zeit, in der Wissenschaftler und Wissenschaftspopulisten zusammenarbeiteten und das Rampenlicht teilten, damit unsere weit hergeholten, fantastischen Träume zur Realität von morgen werden konnten.
Jared S. Buss ist außerordentlicher Professor für Geschichte am Oklahoma City Community College.