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(Re)Presenting Wilma Rudolph
Wilma Rudolph wurde als Schwarze im Jim-Crow-Staat Tennessee geboren. Als zwanzigstes von 22 Kindern verbrachte sie die meiste Zeit ihrer Kindheit im Bett und litt an Keuchhusten, Scharlach und Lungenentzündung.
Durch Kinderlähmung konnte sie ihr linkes Bein nicht mehr gebrauchen und musste Beinschienen tragen. Mit Hingabe und harter Arbeit entwickelte sie sich zu einer begabten Läuferin und erhielt ein Leichtathletik-Stipendium an der Tennessee State University. Im Jahr 1960 war sie die erste Amerikanerin, die drei Goldmedaillen bei einer einzigen Olympiade gewann.
Ihre Geschichte als Außenseiterin machte sie zum Liebling der Medien, und sie war Gegenstand zahlloser Artikel, eines Fernsehfilms, von Kinderbüchern und Biografien, und sie war sogar auf einer US-Briefmarke abgebildet. In diesem Werk untersuchen Smith und Liberti nicht nur die Leistungen Rudolphs, sondern auch die Art und Weise, wie diese Leistungen interpretiert und als historische Tatsache dargestellt werden.
In der Geschichte von Wilma Rudolph prallen Theorien über Geschlecht, Ethnie, Klasse und Behinderung aufeinander, und Smith und Liberti untersuchen diese Kollision in dem Bemühen, besser zu verstehen, wie die Geschichte durch die kulturellen Belange der Gegenwart geprägt wird. Auf diese Weise setzen sich die Autoren mit den Metanarrativen auseinander, die die amerikanische Erfahrung definieren, und regen zu komplexeren und nuancierteren Befragungen des zeitgenössischen heroischen Erbes an.“