Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Geschichte der Anti-Racist Action (ARA)-Bewegung, die in den späten achtziger Jahren entstand, um Faschismus und Rassismus zu bekämpfen, insbesondere in der Punkmusikszene. Es beschreibt die erfolgreichen Organisationstaktiken, die zur Auseinandersetzung mit rassistischen Gruppen eingesetzt wurden, und betont die Bedeutung des Aktivismus an der Basis. Die Autoren, zu denen auch ehemalige Teilnehmer der Bewegung gehören, bieten wertvolle Lehren für heutige antirassistische Bemühungen.
Vorteile:Das Buch wird für seinen faszinierenden Einblick in eine weniger bekannte Bewegung gelobt, die einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen den Faschismus geleistet hat. Es beschreibt im Detail effektive Organisationstaktiken gegen rassistische Gruppen und dient als Ressource für moderne antirassistische Aktivisten.
Nachteile:Einige Leser könnten den historischen Kontext als spezifisch für eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Ort empfinden, was seine breitere Anwendbarkeit einschränken könnte. Darüber hinaus könnte der Wandel in der linken Organisierung nach dem 11. September 2001 einige Leser in Bezug auf die Zukunft ähnlicher Bewegungen verunsichern.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
We Go Where They Go: The Story of Anti-Racist Action
Was bedeutet es, alles für seine Überzeugungen zu riskieren? Wie bekämpft man einen Feind in der eigenen Mitte? We Go Where They Go erzählt die spannende Geschichte einer massiven, vergessenen Jugendbewegung, die die Bühne für die heutige antifaschistische Organisierung in Nordamerika bereitete. Als Skinheads und Punks in den späten 1980er Jahren feststellten, dass ihre Gemeinden von weißen Rassisten und Neonazis überfallen wurden, schlugen sie zurück.
Beeinflusst von Anarchismus, Feminismus, der Befreiung der Schwarzen und der Souveränität indigener Völker gründeten sie die Anti-Racist Action. Auf dem Höhepunkt der ARA in den 1990er Jahren beteiligten sich Tausende von engagierten Aktivisten in Hunderten von Ortsgruppen an den - politischen und manchmal auch physischen - Kämpfen gegen Nazis, den Ku-Klux-Klan, Anti-Abtreibungs-Fundamentalisten und rassistische Polizisten. Bevor Medienexperten, zynische Politiker und Ihr Onkel die "Antifa" entdeckten, brachte die Anti-Racist Action sie auf die Straße.
Auf der Grundlage ausführlicher Interviews mit Dutzenden von ARA-Teilnehmern erzählt We Go Where They Go die Geschichte der ARA von innen heraus und lässt diejenigen zu Wort kommen, die ihre Sicherheit zu ihrer eigenen Verteidigung und in Solidarität mit anderen riskierten. Durch die Reproduktion von Plakaten, Zines, Propaganda und Fotos der Bewegung selbst veranschaulicht dieses grundlegende Werk der radikalen Geschichte, wie kulturelle Szenen zu mächtigen Kräften für Veränderungen werden können.
Hier ist endlich die Geschichte einer organischen und doch hoch organisierten Bewegung, die sowohl ihre Triumphe als auch ihr Scheitern erforscht und wertvolle Lehren für die heutige Generation von Aktivisten und Aufrührern bietet. Wir gehen dorthin, wo sie hingehen ist eine fesselnde Geschichte des Antirassismus an der Basis.
Es ist mehr als nur eine Inspiration, es ist ein Wegweiser.