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We Are Fighting the World: A History of the Marashea Gangs in South Africa, 1947-1999
Seit den späten 1940er Jahren ist eine gewalttätige afrikanische kriminelle Vereinigung, die Marashea, in und um die Goldminengebiete Südafrikas aktiv. Mit Tausenden von Mitgliedern, die in Drogenschmuggel, Erpressung und Entführung verwickelt waren, hatten die Marashea mehr Einfluss auf das tägliche Leben vieler schwarzer Südafrikaner während der Apartheid als die Agenten des Staates. Diese Banden sind nach wie vor in Südafrika aktiv.
In We Are Fighting the World: A History of the Marashea Gangs in South Africa, 1947-1999 weist Gary Kynoch auf die Kombination aus Zwangsgewalt und administrativer Schwäche hin, die den Apartheidstaat kennzeichnete. Solange sich Kriminalität und Gewalt in den schwarzen Townships in Grenzen hielten und die angrenzenden weißen Gebiete nicht bedrohten, waren die Township-Bewohner weitgehend sich selbst überlassen. Die Fähigkeit der Marashea, während der Apartheid-Ära zu gedeihen, und ihre Verwicklung in politische Konflikte führten direkt zu der Gewaltverbrechenseuche, die Südafrika heute plagt.
Das gut lesbare und solide recherchierte Buch We Are Fighting the World ist für das Verständnis der südafrikanischen Gesellschaft in Vergangenheit und Gegenwart von entscheidender Bedeutung. Diese bahnbrechende Studie stellt die bisherige sozialgeschichtliche Forschung zu Widerstand, ethnischer Zugehörigkeit, urbanen Räumen und Geschlecht in Südafrika in Frage. Kynochs Interviews mit vielen aktuellen und ehemaligen Bandenmitgliedern verleihen "We Are Fighting the World" eine Energie und einen Realismus, die in keinem anderen veröffentlichten Werk über Bandengewalt im südlichen Afrika zu finden sind.