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We Are Not Starving: The Struggle for Food Sovereignty in Ghana
Dieser kritische Text ist eine zeitgemäße Ethnographie darüber, wie globale Mächte, lokaler Widerstand und Kapitalströme die zeitgenössische afrikanische Ernährungsweise prägen. Ghana war eines der ersten Länder, das von einer Gruppe US-amerikanischer Geldgeber und Agrarkonzerne ins Visier genommen wurde, die einen ehrgeizigen Plan zur Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen für afrikanische Bauern finanzierten.
Das Kollektiv glaubte, dass gentechnisch veränderte Pflanzen den Landwirten helfen würden, ihre Erträge zu steigern und eine „neue“ Grüne Revolution auf dem Kontinent auszulösen. Kurz nach Beginn des Projekts in Ghana entstand eine landesweite Bewegung für Ernährungssouveränität, die sich gegen gentechnisch veränderte Nutzpflanzen aussprach. Heute sind trotz der beeindruckenden Anstrengungen und Investitionen der Befürworter nur noch zwei gentechnisch veränderte Nutzpflanzen in der Pipeline.
Warum sind diese Megaprojekte nach jahrelangen Vorbereitungen, Millionen von Dollar an Finanzmitteln und zahlreichen politischen Reformen praktisch zum Stillstand gekommen? Eine der ersten Ethnographien, die sich mit der Frage der gentechnisch veränderten Nutzpflanzen im afrikanischen Kontext befasst, We Are Not Starving: The Struggle for Food Sovereignty in Ghana eine Mischung aus Archivanalyse, Interviews und teilnehmender Beobachtung mit ghanaischen Wissenschaftlern, Bauern, Aktivisten und Beamten. Letztlich zielt der Text darauf ab, zu beleuchten, warum gentechnisch veränderte Nutzpflanzen das Land belebt haben, und hervorzuheben, wie ihre Einführung die Möglichkeit eröffnet hat, Beschwerden über die systematische Entwertung und Ausbeutung von afrikanischem Land, Arbeit und Wissen zu äußern, die seit Jahrhunderten bestehen.