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Us and Them?: The Dangerous Politics of Immigration Controls
Us and Them? untersucht die Unterscheidung zwischen Migranten und Bürgern mit Hilfe des Konzepts der "Wertegemeinschaft". Die Wertegemeinschaft besteht aus "Good Citizens" und wird von außen durch den "Non-Citizen" und von innen durch den "Failed Citizen" definiert, d.
h. durch Figuren wie den Sozialhilfeschnorrer, den Kriminellen, die jugendliche Mutter usw. Obwohl zwischen Failed Citizens und Non-Citizens oft stark unterschieden wird, argumentiert das Buch, dass es analytisch und politisch produktiv ist, sie zusammen zu betrachten.
Urteile darüber, wer als qualifiziert gilt, was eine gute Ehe ist, wer für die Staatsbürgerschaft geeignet ist und welche Art der Durchsetzung gegen "Illegale" akzeptabel ist, betreffen sowohl Bürger als auch Migranten. Bürger und Migranten sind keine einfachen Konkurrenten um die Privilegien der Zugehörigkeit, sondern definieren sich gegenseitig über Beziehungen, die sich verändern und nicht einfach binär sind.
In den ersten beiden Kapiteln über Landstreicherei und das Empire wird das Migrationsmanagement historisiert, indem es mit den Versuchen in Verbindung gebracht wird, die Mobilität der Armen zu kontrollieren. In den folgenden drei Kapiteln werden das Konzept des "nationalen Arbeitsmarktes" und die britische Einwanderungs- und Staatsbürgerschaftspolitik dargestellt und hinterfragt, wobei untersucht wird, wie sie in der öffentlichen Debatte dazu beitragen, ein "wir und sie" zu produzieren.
In den Kapiteln 6 und 7 werden die Herausforderungen erörtert, die sich aus der Durchsetzung und Abschiebung ergeben, sowie der Versuch, dies durch Maßnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels mit dem Liberalismus vereinbar zu machen. Abschließend wird eine Fallstudie über Hausangestellte als Beispiel dafür angeführt, wie all die oben genannten Themen im Leben von Migranten und ihren Arbeitgebern zusammenkommen.