Bewertung:

Das Buch „Distilling Knowledge“ von Bruce Moran wurde für seine gründliche Erforschung der Rolle der Alchemie in der Geschichte der Wissenschaft und ihres Übergangs zur Chemie hoch gelobt. Viele Leser schätzen Morans fesselnden Schreibstil, der komplexe Themen verständlich macht. Das Buch wird als informativ, reichhaltig und wissenschaftlich beschrieben und bietet Einblicke, die die herkömmliche negative Wahrnehmung der Alchemie in Frage stellen. Es gilt als Pflichtlektüre für alle, die sich für Wissenschaftsgeschichte und die Entwicklung wissenschaftlicher Methoden interessieren.
Vorteile:Fesselnd und klar geschrieben, umfassend recherchiert, informativ und nicht trocken, stellt die Bedeutung der Alchemie in der wissenschaftlichen Revolution dar, befasst sich mit der Entwicklung wissenschaftlicher Methoden, enthält faszinierende Einblicke in Schlüsselfiguren der Alchemie, empfohlen sowohl für allgemeine Leser als auch für diejenigen, die akademische Studien betreiben.
Nachteile:Einige Leser könnten das Buch als dicht oder akademisch anspruchsvoll empfinden, insbesondere wenn sie sich in der Wissenschaftsgeschichte nicht gut auskennen.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Distilling Knowledge: Alchemy, Chemistry, and the Scientific Revolution
Alchemie kann keine Wissenschaft sein - das sagt uns der gesunde Menschenverstand.
Aber vielleicht ist der gesunde Menschenverstand nicht der beste Maßstab dafür, was Wissenschaft ist oder war. In diesem Buch lässt Bruce Moran zeitgenössische Annahmen und Vorurteile hinter sich, um herauszufinden, was die Alchemisten im Kontext der frühmodernen Wissenschaft tatsächlich taten.
Er untersucht die Art und Weise, wie Alchemie und Chemie zwischen 1400 und 1700 studiert und praktiziert wurden, und zeigt, wie diese Ansätze die Vorstellungen der jeweiligen Praktiker über die Natur beeinflussten und ihre Untersuchungen über die Funktionsweise der natürlichen Welt prägten. Seine Arbeit stellt einen Dialog zwischen den Sphären her, die von Historikern üblicherweise als getrennt dargestellt wurden; hier sehen wir, wie Alchemisten und frühe Chemiker Ideen und Methoden austauschten und tatsächlich ein Gebiet zwischen ihren beiden Disziplinen teilten. Distilling Knowledge legt nahe, dass die wissenschaftliche Revolution in verschiedenen kulturellen Kontexten ein unterschiedliches Aussehen haben kann.
Die Metapher der wissenschaftlichen Revolution, so argumentiert Moran, kann erweitert werden, um der Alchemie und anderen so genannten Pseudowissenschaften einen Sinn zu geben - durch die Einbeziehung eines neuen Rahmens, in dem der Prozess als Objekt gelten kann, in dem das Machen zum Lernen führt und in dem die Unordnung des Konflikts zur Einsicht führt. Aus ihrer Sicht kann die Alchemie innerhalb der Grenzen der demonstrativen Wissenschaft stehen.