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Science and Art: The Painted Surface
Wissenschaft und Kunst sind bei der Erforschung und Erhaltung von Kunstwerken zunehmend miteinander verbunden. Die Wissenschaft spielt eine Schlüsselrolle im Bereich des kulturellen Erbes, von der Entwicklung neuer Analysetechniken für die Untersuchung von Kunstwerken bis hin zur Erforschung neuer Möglichkeiten, die Materialien für die Zukunft zu bewahren. Die hochauflösende multispektrale Untersuchung von Gemälden ermöglicht es Kunsthistorikern beispielsweise, Unterzeichnungen zu erkennen, die zuvor kaum sichtbar waren, während der Einsatz nicht-invasiver und mikroskopischer Analysetechniken es den Wissenschaftlern ermöglicht, Pigmente und Bindemittel zu identifizieren, die den Kunstkonservatoren bei ihrer Arbeit helfen. Auch Kuratoren können so mehr darüber erfahren, wie das Kunstwerk ursprünglich gemalt wurde.
Anhand einer Reihe von Fallstudien, die von Wissenschaftlern gemeinsam mit Kunsthistorikern, Archäologen und Restauratoren verfasst wurden, zeigt Science and Art: The Painted Surface, wie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Geisteswissenschaften zu einem besseren Verständnis der Kunstgeschichte und zu besseren Konservierungstechniken führen kann. Die im Buch verwendeten Beispiele umfassen Gemälde aus der Antike, der Renaissance, der Moderne und der zeitgenössischen Kunst, die zu den künstlerischen Ausdrucksformen der Weltregionen vom Fernen Osten bis nach Amerika und Europa gehören. Zu den behandelten Themen gehören die Untersuchung polychromer Oberflächen von präkolumbianischen und mittelalterlichen Handschriften, die Enthüllung verborgener Bilder unter der Oberfläche von Van-Gogh-Gemälden und die Konservierung von Acrylfarben in der zeitgenössischen Kunst.
In leicht lesbarer Form für ein breites Publikum präsentiert, führt das Buch die Leser in neue Bereiche, die durch die Verbindung von Wissenschaft und Kunst aufgedeckt werden. Das Buch enthält Beiträge führender Institutionen aus der ganzen Welt, darunter das Metropolitan Museum of Art, New York; das Art Institute of Chicago; das Getty Conservation Institute; das Opificio delle Pietre Dure, Florenz; die National Gallery of London; die Tate Britain; die Warschauer Akademie der Schönen Künste und die Nationalgalerie von Dänemark sowie ein Kapitel über die Thangka-Gemälde von Nobelpreisträger Richard Ernst.