Wissenschaftliche Modelle in der Wissenschaftstheorie

Bewertung:   (3,6 von 5)

Wissenschaftliche Modelle in der Wissenschaftstheorie (M. Bailer-Jones Daniela)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung wissenschaftlicher Modelle, die sich mit ihrer Geschichte, ihren Definitionen, ihrer Rolle und ihren philosophischen Implikationen befasst. Es richtet sich an Leser mit einem gewissen Hintergrundwissen in Wissenschaft und Philosophie und gilt als dicht und technisch anspruchsvoll. Während es seine primäre Zielgruppe gut bedient, könnten allgemeine Leser es als Herausforderung empfinden.

Vorteile:

Bietet eine eingehende Erforschung wissenschaftlicher Modelle und ihres historischen Kontextes.
Für einen dichten akademischen Text klar geschrieben.
Bedient seine Zielgruppen (Wissenschaftsphilosophen und praktizierende Wissenschaftler) sehr gut, möglicherweise besser als jede andere Quelle.
Nützlich für diejenigen, die sich für die philosophischen Grundlagen der wissenschaftlichen Modellierung interessieren.

Nachteile:

Sehr technisch und dicht; kann für Laien schwierig zu lesen sein.
Erfordert Vorkenntnisse in Wissenschaft, Philosophie oder wissenschaftlichen Modellen, um das Buch vollständig zu verstehen.
Nicht als Einführungsbuch in wissenschaftliche Modelle geeignet.

(basierend auf 2 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Scientific Models in Philosophy of Science

Inhalt des Buches:

Wissenschaftler haben Modelle seit Hunderten von Jahren als Mittel zur Beschreibung von Phänomenen und als Grundlage für weitere Analogien verwendet. In Scientific Models in Philosophy of Science stellt Daniela Bailer-Jones eine originelle und umfassende philosophische Analyse darüber zusammen, wie Modelle sowohl in historischen als auch in zeitgenössischen Kontexten verwendet und interpretiert wurden.

Bailer-Jones beschreibt die vielen Formen, die Modelle annehmen können (von Gleichungen bis hin zu Tieren.

Von physischen Objekten bis hin zu theoretischen Konstrukten), und wie sie verwendet werden. Sie untersucht die frühen mechanischen Modelle, die von Physikern des 19. Jahrhunderts wie Kelvin und Maxwell verwendet wurden, beschreibt deren Wurzeln in den mathematischen Prinzipien von Newton und anderen und vergleicht sie mit den heutigen mechanistischen Ansätzen. Anschließend betrachtet Bailer-Jones die Verwendung von Analogien im späten 19. Jahrhundert als Mittel zum Verständnis von Modellen und zur Verknüpfung verschiedener Wissenschaftszweige. Sie zeigt auf, dass Analogien auch selbst Modelle sein können oder zu ihrer Entstehung beitragen können.

In der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wurden Modelle in der Literatur des logischen Empirismus kaum erwähnt. Da sie sich in erster Linie auf die Theorie konzentrierten, glaubten die Vertreter des logischen Empirismus, dass Modelle nur von vorübergehender Bedeutung, fehlerhaft und korrekturbedürftig seien. Die spätere Anfechtung des logischen Empirismus, insbesondere der hypothetisch-deduktiven Darstellung von Theorien, durch Philosophen wie Mary Hesse, löste in den 1950er Jahren ein erneutes Interesse an der Bedeutung von Modellen aus, das bis heute anhält.

Bailer-Jones analysiert nachfolgende Vorschläge von: Modellen als Metaphern.

Kuhns Konzept des Paradigmas.

Die semantische Sichtweise von Theorien.

und die Fallstudienansätze von Cartwright und Morrison, um nur einige zu nennen. Anschließend geht sie auf aktuelle Debatten zu Themen wie Phänomene versus Daten, die Unterscheidung zwischen Modellen und Theorien, die Konzepte der Repräsentation und des Realismus sowie die Erkennung von Unwahrheiten in Modellen ein.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780822962731
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2013
Seitenzahl:248

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