Bewertung:

Die Rezensionen bringen eine Mischung aus Bewunderung und Kritik an David Stoves Buch zum Ausdruck, das einflussreiche Philosophen der Wissenschaftsphilosophie kritisiert. Viele Leser schätzen Stoves humorvollen und prägnanten Stil, den sie im Vergleich zu anderen philosophischen Texten erfrischend und unterhaltsam finden. Einige Rezensenten kritisieren jedoch, dass seine Argumente zu respektlos sind, es ihnen an Tiefgang fehlt und sie sogar die Philosophien, die er kritisieren will, falsch verstehen.
Vorteile:⬤ Witziger und prägnanter Schreibstil, der den Leser bei der Stange hält.
⬤ Einzigartige Perspektive auf bekannte Philosophen, die den Leser dazu bringt, etablierte Ideen zu überdenken.
⬤ Intellektuelle Ehrlichkeit wird gelobt; Stove wird als Wahrheitssucher gesehen.
⬤ Bietet eine kritische Analyse der Philosophien von Popper, Kuhn, Lakatos und Feyerabend.
⬤ Einige Rezensionen weisen darauf hin, dass Stoves respektloser Ansatz nicht zu einem echten Verständnis philosophischer Argumente führt.
⬤ Kritiker argumentieren, dass er die Philosophien von Popper und anderen missversteht, was seine Kritiken untergräbt.
⬤ Uneinigkeit darüber, ob der literarische Stil des Buches einen ernsthaften intellektuellen Diskurs verdeckt.
⬤ Der hohe Preis schränkt die Zugänglichkeit für ein breiteres Publikum ein, und einige Leser halten ihn für nicht gerechtfertigt.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Scientific Irrationalism: Origins of a Postmodern Cult
David Stove, der außerhalb seines Heimatlandes Australien kaum bekannt ist, war einer der aufschlussreichsten und brillantesten philosophischen Essayisten seiner Zeit. Als unerschrockener Angreifer intellektueller und kultureller Orthodoxien hinterließ Stove überzeugende Kritiken des wissenschaftlichen Irrationalismus, der darwinistischen Theorien über das menschliche Verhalten und des philosophischen Idealismus.
Seit ihren Anfängen in den 1940er Jahren ist die Wissenschaftsforschung, die ursprünglich die Kluft zwischen den Natur- und den Geisteswissenschaften überbrücken sollte, das Zentrum von Kontroversen und Debatten gewesen. Die bekanntesten Vertreter dieser Debatte sind Thomas Kuhn und Karl Popper. In Wissenschaftlicher Irrationalismus, das jetzt als Taschenbuch erhältlich ist, zeigt David Stove, wie verschwenderisch das Gerede über dieses Thema war und wie irrational die Kontrahenten waren. Er zeigt, dass Kuhn und Popper eine beträchtliche gemeinsame Basis haben. Stove argumentiert, dass die Probleme alle in der Argumentation der Kritiker liegen. Er identifiziert die logischen Fehler und begrifflichen Anspielungen von Kuhn und Popper und ihren Anhängern sowie ihre kollektive Abhängigkeit von einem einzigen Argument des Philosophen der schottischen Aufklärung, David Hume. Er zeigt dann, wie wenig Aussagekraft dieses Argument für die Ansprüche der Wissenschaft tatsächlich hat.
In seinem Vorwort erläutert Keith Windschuttle die Debatte um den Bereich der Wissenschaftsforschung und geht auf den Beitrag von David Stove sowie auf seine mangelnde Anerkennung ein. In einem Nachwort erörtert James Franklin die Reaktionen auf Stoves Arbeit.