
Scientific Writing for Young Astronomers: Part 2
Was macht einen Autor zu einem guten Kommunikator und einen anderen zu einem schlechten? Wie kann man wissenschaftliche Ergebnisse durch angemessenes und effizientes wissenschaftliches Schreiben vermitteln? Wie funktioniert der Redaktionsprozess einer Zeitschrift, und warum müssen wissenschaftliche Arbeiten begutachtet werden? All diese Fragen und noch viele mehr waren der Anlass, 2008 und 2009 die dreitägigen Kurse "Wissenschaftliches Schreiben für junge Astronomen" für angehende Doktoranden zu veranstalten. Dieses Buch befasst sich mit der Vorbereitung von Manuskripten, mit der Kommunikation mit Redakteuren und Gutachtern und mit der Vermeidung häufiger Fehler beim wissenschaftlichen Schreiben.
Ein ganzes Kapitel ist der Kommunikation mit Grafiken gewidmet, d. h. den verschiedenen Facetten der visuellen Kommunikation mit Hilfe von Bildern, Grafiken, Diagrammen und Tabellenmaterial.
Besonderes Augenmerk wird auf die Wahrhaftigkeit grafischer Inhalte sowie auf falsche Darstellungen und Fehler in Grafiken und damit verbundenen grundlegenden Statistiken gelegt. Das zentrale Thema dieses Buches ist die wahrheitsgetreue Kommunikation wissenschaftlicher Ergebnisse unter Berücksichtigung der ethischen Grundsätze eines korrekten Verhaltens in der Forschung und beim wissenschaftlichen Schreiben.
Obwohl das SWYA-Projekt für junge Astronomen konzipiert wurde, ist dieser Band weit mehr als nur ein Buch für junge Astronomiestudenten: Er behandelt viele allgemeine Fragen im Zusammenhang mit technischen, wissenschaftlichen und sozialen Aspekten des wissenschaftlichen Schreibens und ist für ein viel breiteres Publikum gedacht. Dazu gehören graduierte und erfahrene Studenten sowie Postdoktoranden und Betreuer von Abschlussarbeiten in fast allen Disziplinen der exakten Wissenschaften.
Da das zugrundeliegende Thema lautet, dass Wahrhaftigkeit und Wahrheit das Kerngeschäft der Wissenschaft sind, ist dieses Buch auch für Wissenschaftler und Wissenschaftsadministratoren von Interesse.