
Housing in Medieval and Post-Medieval Greece
In diesem Werk untersucht der Autor das mittelalterliche und nachmittelalterliche griechische Haus als Behälter materieller Kultur sowie funktionaler und sozialer Aktivitäten im Kontext eines sich verändernden sozioökonomischen Umfelds. Die ersten drei einleitenden Kapitel geben einen Überblick über eine Reihe früherer volkstümlicher Studien vor allem aus der spätosmanischen und frühneuzeitlichen Epoche, die ein relativ breites methodisches Spektrum abdecken, und stellen die sozioökonomischen Entwicklungen während der osmanischen und frühneuzeitlichen Zeit prägnant dar.
Im weiteren Verlauf der Studie werden die Methoden und Zielsetzungen der Autoren in Bezug auf zeitgenössische Entwicklungen und Vorurteile eingehend bewertet. Vor allem aber wurde es möglich, eine quantitative und qualitative Neuinterpretation der von den früheren Studien gelieferten Daten in Bezug auf die kurz zusammengefassten sozioökonomischen Veränderungen zu versuchen. Es wurden fünf verschiedene Interpretationsebenen gewählt, die, wenn sie miteinander verknüpft werden, ein vollständigeres Bild der Prozesse ergeben, die die Siedlungsmuster in Griechenland während der mittel- und spätosmanischen sowie der frühneuzeitlichen Epoche beeinflussten.
Die chronologische Verteilung und die verschiedenen Siedlungsmuster wurden in Verbindung mit den allgemeinen Haustypen und den internen Arrangements diskutiert. Die stilistischen Überlegungen im ländlichen und städtischen Kontext lieferten eine weitere Erzählung, die eng mit sozialen Identitäten, Moden und Prozessen der Nationenbildung verbunden ist.
Die Häuser wurden in ein dynamisches zeitliches, siedlungsstrukturelles und soziales Umfeld eingebettet. In diesem Kontext wurden die häuslichen Strukturen entsprechend der Raumnutzung innerhalb der Häuser und ihrer unmittelbaren Umgebung neu klassifiziert.