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Woodrow Wilson's Wars: The Making of America's First Modern Commander-In-Chief
Die Präsidentschaftszeit von Woodrow Wilson (1913-1921) war nicht nur von der Teilnahme Amerikas am Ersten Weltkrieg geprägt, sondern auch von zahlreichen bewaffneten Interventionen der Vereinigten Staaten in anderen Ländern. Zu diesen weltumspannenden Aktionen gehörten die jahrelangen Besetzungen von Haiti und der Dominikanischen Republik, ein Grenzkrieg mit Mexiko und der Einsatz von Marinesoldaten zur Bewachung amerikanischer Bürger bei Unruhen in chinesischen Städten.
Der Autor Mark Benbow untersucht, was diese amerikanischen politischen Entscheidungen und militärischen Abenteuer über Wilson als Oberbefehlshaber sowie über die Befugnisse und Pflichten dieses Amtes aussagen. Wilson neigte dazu, seinen Kabinettsmitgliedern zu gestatten, ihre eigenen Ressorts nach eigenem Gutdünken zu führen, solange ihr Handeln nicht im Widerspruch zu seiner Gesamtpolitik stand. In der Außenpolitik übernahm Wilson jedoch eine aktive Rolle bei der Überwachung der amerikanischen Diplomaten.
Seine Politik gegenüber dem Militär folgte einem ähnlichen Muster, auch wenn die Handlungen der militärischen Befehlshaber manchmal die diplomatischen Ziele Wilsons beeinträchtigten. Benbow konzentriert sich auf diese Konflikte zwischen der militärischen Realität, den pragmatischen Erfordernissen der Politik und den übergeordneten Zielen einer nachhaltigen Außenpolitik.