Bewertung:

Das Buch „Worser“ ist ein Roman für die Mittelstufe, der die Reise des 12-jährigen William „Worser“ Orser beschreibt, eines wortverliebten Jungen, der persönliche Herausforderungen, Freundschaften und eine kritische Familiensituation meistert. Die Geschichte zeichnet sich durch einprägsame Charaktere, emotionale Tiefe und eine humorvolle und zugleich ergreifende Auseinandersetzung mit dem Erwachsenwerden aus.
Vorteile:Der Schreibstil ist fesselnd und kommt bei Mittelschülern gut an. Die Charaktere, insbesondere Worser, sind gut ausgearbeitet und nachvollziehbar. Die Erkundung von Themen wie Freundschaft, Familie, Verlust und Selbstentdeckung ist herzlich und aufschlussreich. Das Verständnis der Autorin für die Zielgruppe der Mittelstufe zeigt sich in ihrem warmen und zugänglichen Schreibstil. Darüber hinaus enthält das Buch clevere Wortspiele, die das Leseerlebnis verbessern und das Verständnis für den Wortschatz fördern.
Nachteile:Einige Leserinnen und Leser werden sich vielleicht nicht mit der Hauptfigur oder dem Buch anfreunden können, weil es so einzigartig und schrullig ist. Eine bestimmte Zeile im Buch, in der es um Band-Kinder geht, die gehänselt werden, hat bei einigen Lesern Bedenken hinsichtlich der Darstellung von außerschulischen Aktivitäten geweckt, die als negativ angesehen werden könnte. Dieser Fall könnte die Attraktivität des Buches für bestimmte Pädagogen oder Eltern einschränken.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Ein gemobbter 12-jähriger Junge muss eine neue Normalität finden, nachdem seine Mutter einen Schlaganfall erlitten hat und sein Leben auf den Kopf gestellt wird.
William Wyatt Orser, ein sozial unbeholfener Mittelschüler, ist ein Wortschmied, der sich zu seinem Ärger den ironisch ungrammatischen Spitznamen "Worser" zugelegt hat, und zwar schon vor so langer Zeit, dass ihn in der Schule kaum jemand anders zu nennen weiß.
Worser wuchs mit seiner Mutter, einer Rhetorikprofessorin und genau wie er introvertiert, in einer bequemen Routine auf, die darin bestand, abends laut zu lesen, die Grammatik anderer zu kritisieren, das schäbige Durcheinander in ihrem Haus zu ignorieren und das absolute Minimum an sozialen Interaktionen mit anderen zu ertragen. Aber vor kurzem hat sich das alles geändert. Seine Mutter erlitt einen Schlaganfall, durch den sie nicht mehr sprechen konnte, und seine Tante Iris ist mit ihren Katzen, Kunstprojekten, lauter Musik und noch lauteren Klamotten eingezogen. Das Zuhause ist für Worser nicht mehr die Zuflucht vor der unsympathischen Welt in der Schule, die es sein ganzes Leben lang gewesen ist.
Worser, der sich verloren, einsam und überfordert fühlt, sucht nach einem neuen Zufluchtsort und findet schließlich den Literaturclub - eine Gruppe von Schulkindern, die seine Liebe zu Wörtern teilen und sich in einem Antiquariat treffen - etwas, von dem er nie gedacht hätte, dass es außerhalb seines Zuhauses existiert. Noch überraschender für Worser ist, dass der Schlüssel zu einer Freundschaft darin liegt, das zu teilen, was ihm am meisten am Herzen liegt: sein Meisterwerk, das epische Wortnotizbuch, in das er seit Jahren Einträge macht.
Aber Beziehungen können prekär sein, und es liegt an Worser, die Seite in seiner eigenen Geschichte umzudrehen, um etwas zu schaffen, das Bestand hat, so dass er nicht länger als Worser gesehen wird und sich einen neuen Spitznamen verdient: Worder.