
Word Made Skin: Figuring Language at the Surface of Flesh
Körper und Sprache sind heute wichtige Themen in der Philosophie. Jedes für sich ist schon seltsam genug; dieses Buch fragt, welchen Sinn wir aus ihnen zusammen machen können. Worte strecken sich aus. Hände nehmen Bücher in die Hand, Augen oder Fingerspitzen überfliegen den Text. Aber wo, wenn überhaupt, berühren sich Worte und Körper?
In drei gepaarten Kapiteln, die jeweils eine anschauliche Geschichte oder Fallstudie einer theoretischen Untersuchung gegenüberstellen, untersucht MacKendrick drei somatische Sprachfiguren: die Berührung, die Falte und den Schnitt. In der ersten Paarung werden Auferstehungsgeschichten aus dem Johannesevangelium einem Kapitel über die Berührung gegenübergestellt, das sich auf die Arbeit von Jean-Luc Nancy stützt, um zu argumentieren, dass die Berührung paradoxerweise die dauerhafteste der sensorischen Formen ist, in denen der auferstandene Körper dargestellt wird.
T. S. Eliots Aschermittwoch wird dann mit einer Deleuze'schen Meditation über die Falte gepaart. Das letzte Kapitelpaar untersucht das heilige Herz, ein außerordentlich populäres katholisches Andachtsbild mit einer faszinierenden Reihe von Anhängern - mittelalterliche Mystiker, süße alte Damen und tätowierte Punks - im Lichte der theoretischen Arbeit von Foucault über die Idee der eingeschriebenen Körper, des Schnitts.
Theologisch und philosophisch anspruchsvoll, ja meisterhaft, verliert das Buch nie den Bezug zur realen, spezifischen Körpererfahrung und spielt sowohl auf den höchsten Ebenen der Abstraktion als auch auf den alltäglichsten Ebenen des Lebens.