Bewertung:

Das Buch befasst sich mit der laufenden Debatte zwischen gedrucktem und digitalem Lesen und bietet eine ausgewogene Perspektive auf die Vor- und Nachteile beider Formate. Während einige Leser das Buch für brillant geschrieben und informativ halten, kritisieren andere, dass es voreingenommen und veraltet ist, und schlagen vor, dass eine neue Ausgabe erforderlich ist, um die aktuellen Trends beim digitalen Lesen zu berücksichtigen.
Vorteile:⬤ Brillant geschrieben mit einem starken wissenschaftlichen Ansatz.
⬤ Bietet eine ausgewogene Perspektive auf gedrucktes und digitales Lesen.
⬤ Bietet Einblicke in das Leseverhalten und die Lesevorlieben, die durch die Forschung gestützt werden.
⬤ Spannend und informativ sowohl für Akademiker als auch für Gelegenheitsleser.
⬤ Einige Abschnitte wiederholen sich, wirken veraltet und haben keine aktuelle Relevanz.
⬤ Wahrgenommene Voreingenommenheit gegenüber E-Books und fehlende Diskussion über ihre Vorteile.
⬤ Kritik an der oberflächlichen Darstellung der Verlagsökonomie.
⬤ Einige Leser empfanden die Lektüre aufgrund der Gliederung in Minikapitel als mühsam.
(basierend auf 19 Leserbewertungen)
Words Onscreen: The Fate of Reading in a Digital World
Die Menschen lesen schon seit mehreren Jahrzehnten auf Bildschirmen, schon vor der Popularisierung von PCs und der allgemeinen Nutzung des Internets. Aber erst das Aufkommen von eReadern und Tablets führte zu einer Explosion des digitalen Lesens. Im Jahr 2007 stellte Amazon seinen ersten Kindle vor. Drei Jahre später stellte Apple das iPad vor. Mit der Verbesserung der Mobiltelefontechnologie und der zunehmenden Verbreitung von Smartphones wurde das Telefon zu einer weiteren wichtigen Leseplattform.
In Words Onscreen untersucht Naomi Baron, eine Expertin für Sprache und Technologie, wie die Technologie unser Verständnis davon, was Lesen bedeutet, verändert. Das digitale Lesen wird immer beliebter. Das Lesen am Bildschirm hat viele Vorzüge, darunter Bequemlichkeit, potenzielle Kosteneinsparungen und die Möglichkeit, Menschen auf der ganzen Welt kostenlosen Zugang zu Büchern und anderen schriftlichen Materialien zu verschaffen. Doch den Vorteilen des eReading stehen auch Nachteile gegenüber, meint Baron. Die Nutzer lassen sich leicht von anderen Verlockungen auf ihren Geräten ablenken, Multitasking ist weit verbreitet, und die Bildschirme verleiten uns eher zum Überfliegen als zum gründlichen Lesen. Und wenn sich die Art, wie wir lesen, ändert, ändert sich auch die Art, wie wir schreiben. Als Reaktion auf die veränderten Lesegewohnheiten produzieren viele Autoren und Verlage kürzere Werke und solche, die kein Nachdenken oder genaues Lesen erfordern.
Auf ihrem Rundgang durch die neue Welt des eReading wägt Baron den Wert des Lesens von gedruckten Texten gegenüber dem Lesen von Online-Texten ab und geht der Frage nach, welche langjährigen Vorteile des Lesens verloren gehen könnten, wenn wir uns überwiegend auf die digitale Welt konzentrieren. Sie untersucht auch, wie das Internet das Lesen von einer einsamen Erfahrung zu einer sozialen Erfahrung macht, und die Gründe, warum eReading in einigen Ländern, vor allem in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich, erfolgreich ist, in anderen Ländern wie Frankreich und Japan jedoch nicht. Baron stützt sich auf ihre eigenen kulturübergreifenden Studien, um eine klare und ausgewogene Analyse der Art und Weise zu bieten, wie die Technologie die Art und Weise, wie wir heute lesen, beeinflusst - und was die Zukunft bringen könnte - und geht dabei über den Hype auf beiden Seiten der Diskussion hinaus.