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Words for Pictures: Seven Papers on Renaissance Art and Criticism
Die italienische Renaissance war eine schöpferische Periode für die Kunstkritik wie auch für die Kunst selbst. Die frühen Bemühungen, visuelle Darstellungen und ihre Qualität verbal zu beschreiben, werfen nicht nur ein Licht auf die Kunst der Renaissance, sondern auch auf die Kunstkritik zu jeder Zeit.
Diese Sammlung von Aufsätzen des Kunsthistorikers und -kritikers Michael Baxandall repräsentiert seine Überlegungen der letzten vierzig Jahre zum Verhältnis zwischen Sprache und Kunst. Er bietet sieben zum Nachdenken anregende Beiträge, von denen drei neu sind und speziell für dieses Buch geschrieben wurden. Obwohl sich Baxandall auf Werke des 15.
Jahrhunderts konzentriert, gehen seine Essays über diese Periode hinaus und zeigen mit neuen Einsichten, wie Worte mit der Erfahrung des Betrachtens von Gemälden und Skulpturen zusammenpassen. Der Autor beginnt damit, die Grundausstattung der Renaissance für die Kunstkritik zusammenzustellen - fünfundzwanzig Begriffe, vierundzwanzig Arten von Aussagen und einen systematischen theoretischen Rahmen, in dem sie sich bewegen können.
Anschließend untersucht er das Denken des Theoretikers Leon Battista Alberti, einen Dialog über Kunst des Ferrareser Humanisten Angelo Decembrio, die Migration der italienischen Kunstkritik nach Nordeuropa und die berühmteste Beschreibung eines Kunstwerks der Renaissance, Jacopo Sadoletos "Laokoon". Baxandall schließt mit einem wichtigen neuen Essay über Piero della Francescas "Auferstehung Christi", in dem er die visuelle Erfahrung eines Gemäldes untersucht, die die Kritik zu verbalisieren versucht.
Michael Baxandall ist emeritierter Professor für Kunstgeschichte an der University of California, Berkeley, und emeritierter Professor für die Geschichte der klassischen Tradition am Warburg Institute, University of London. Er ist Autor von "Giotto and the Orators", "Painting and Experience in Fifteenth-Century Italy", "Patterns of Intention", "The Limewood Sculptors of Renaissance Germany", "Shadows and Enlightenment" und, zusammen mit Svetlana Alpers, "Tiepolo and the Pictorial Intelligence".