Worte und Unterscheidungen für das Gemeinwohl: Praktische Vernunft in der Logik der Sozialwissenschaft

Worte und Unterscheidungen für das Gemeinwohl: Praktische Vernunft in der Logik der Sozialwissenschaft (Gabriel Abend)

Originaltitel:

Words and Distinctions for the Common Good: Practical Reason in the Logic of Social Science

Inhalt des Buches:

Wie die Meinungsverschiedenheiten von Sozialwissenschaftlern über ihre Schlüsselbegriffe und Unterscheidungen falsch aufgefasst wurden und was man dagegen tun kann

Sozialwissenschaftler forschen zu einer Vielzahl von Themen - Geschlecht, Kapitalismus, Populismus, Rasse und ethnische Zugehörigkeit, um nur einige zu nennen. Sie machen beschreibende und erklärende Aussagen über Empathie, Intelligenz, Neoliberalismus und Macht. Sie beraten politische Entscheidungsträger zu den Themen Vielfalt, Digitalisierung, Arbeit und Religion. Doch wie Gabriel Abend in diesem provokanten Buch aufzeigt, können sie sich nicht darauf einigen, was diese Dinge sind und wie man sie identifizieren kann. Woran erkennt man, ob etwas eine Religion, ein Kult oder eine Sekte ist? Was ist Empathie? Was macht diese Gesellschaft zu einer kapitalistischen Gesellschaft? Solche Streitfragen tauchen in den Sozialwissenschaften immer wieder auf.

Abend argumentiert, dass diese Meinungsverschiedenheiten in zweifacher Hinsicht falsch verstanden wurden. Erstens vermischen sie zwei Fragen: wie eine sozialwissenschaftliche Gemeinschaft ihre wichtigsten Wörter verwenden sollte und welche Unterscheidungen sie akzeptieren und mit ihnen arbeiten sollte. Zweitens geht es bei beiden Fragen nicht um die Sache selbst. Vielmehr handelt es sich um Fragen der praktischen Vernunft für eine Gemeinschaft, die auf erkenntnistheoretisch und moralisch gute Ergebnisse abzielt. Abend fordert die sozialwissenschaftlichen Gemeinschaften auf, gemeinsam an ihren Begriffen, Unterscheidungen und Klassifizierungen zu arbeiten. Sie müssen kollektive Entscheidungen über die Verwendung von Wörtern, die Akzeptanz von Unterscheidungen und die Kriterien für die Bewertung beider treffen. Diese Entscheidungen liegen nicht in der Hand einzelner Wissenschaftler.

Die Gemeinschaft hat das letzte Wort. Laut Abend sollten das Gemeinwohl, die Gerechtigkeit und die Gleichheit eine wichtige Rolle in der Logik der wissenschaftlichen Forschung spielen.

Gabriel Abend ist Professor für Soziologie an der Universität Luzern und Autor von Der moralische Hintergrund: An Inquiry into the History of Business Ethics (Princeton).

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780691247052
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2023
Seitenzahl:464

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