
Words Like Fire: Prophecy and Apocalypse in Apollinaire, Marinetti and Pound
Die Avantgarde des frühen zwanzigsten Jahrhunderts pflanzte ihre Fahne auf den Trümmern der damaligen Frömmigkeit, wobei die Religion ein besonders dringendes Ziel war. Bewegungen wie Futurismus, Dada und Surrealismus stellten die Religion oft auf blasphemische, perverse oder sakrilegische Weise dar, aber auch die Berufung auf Spiritualität und Schrift war für ihre transzendenten, offenbarenden Erfahrungen unerlässlich.
James Leveque untersucht die zeitgleichen und länderübergreifenden Karrieren von Guillaume Apollinaire (1880-1918), F. T. Marinetti (1876-1944) und Ezra Pound (1885-1972) in Poesie und künstlerischer Propaganda und betrachtet die frühe Avantgarde als einen Versuch, die Notwendigkeit von Prophetie und apokalyptischem Denken wiederzuentdecken.
Die biblische Literatur verschaffte diesen Avantgardisten ein Gefühl der Legitimität und Distinktion, indem sie viele ihrer Werke mit Themen der spirituellen Orientierung in einem neuen rationalisierten und säkularisierten Jahrhundert auflud und es ihnen ermöglichte, sich als Prediger der Endzeit oder Visionäre eines neuen Himmels und einer neuen Erde zu präsentieren. James Leveque hat Literatur an der Universität Edinburgh, der Universität Dundee und der Edinburgh Napier University gelehrt und unterrichtet derzeit am City Literary Institute in London.