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Yellowstone and the Smithsonian: Centers of Wildlife Conservation
Im Winter 1996/97 haben staatliche und bundesstaatliche Behörden mehr als 1.100 Bisons im Yellowstone-Nationalpark erschossen oder zur Schlachtung verbracht. Seitdem wurden weitere Tausende getötet oder in den Park zurückgetrieben, da die Wildtiermanager darum kämpfen, ein Tier unterzubringen, das keine vom Menschen gezogenen Grenzen anerkennt.
Die Spannungen über die Jagd und den Erhalt des Bisons, eines für viele amerikanische Ureinwohner heiligen Tieres und einer Ikone des amerikanischen Westens, sind mindestens so alt wie der erste Nationalpark der Nation. Der 1872 gegründete Yellowstone-Nationalpark wurde unter anderem zum Schutz vor der mutwilligen Zerstörung von Fischen und Wildtieren eingerichtet und widmete sich von Anfang an der Erhaltung der Wildtiere und der anderen Naturwunder des Parks. Die Smithsonian Institution, die 1848 gegründet wurde, betrachtete die Ressourcen des Parks als entscheidend für ihren eigenen Auftrag und suchte in Yellowstone nach Exemplaren, um ihre naturgeschichtlichen Sammlungen zu erweitern und später den National Zoo zu bestücken. Wie sich diese Beziehung rund um die Erhaltung und Präsentation der amerikanischen Tierwelt entwickelte, wobei sich diese beiden unterschiedlichen Organisationen gegenseitig widerspiegelten, ist die wenig bekannte Geschichte, die Diane Smith in Yellowstone and the Smithsonian erzählt.
Schon vor der Gründung des Nationalparks und lange vor der Einrichtung des National Park Service im Jahr 1916 diente die Yellowstone-Region als Quelle für Exemplare für Wissenschaftler in Washington, D. C. Smith verfolgt die Gegenseitigkeit zwischen Yellowstone und Washington bis zu den ersten von der Regierung geförderten Erkundungen der Region und liefert Hintergrund und Kontext für viele der Praktiken, wie Tiertransfers und Zucht in Gefangenschaft, die ein Jahrhundert später von einer neuen Generation von Naturschutzbiologen verfolgt wurden. Sie zeigt, wie Yellowstone durch seine Beziehungen zum Smithsonian, zum Nationalmuseum und schließlich zum Nationalen Zoo dazu beitrug, die repräsentative Tierwelt des amerikanischen Westens, insbesondere den Bison, zu einer Ikone zu machen. Ihr Buch hilft uns allen, nicht zuletzt Historikern und Biologen, die darauf folgende Wildtierbewirtschaftung und Naturschutzpolitik besser zu verstehen.