
Numbers and Narratives in Bangladesh's Economic Development
Dieses Buch befasst sich mit den sozioökonomischen Entwicklungen in Bangladesch und stellt die international vorherrschende Darstellung des Landes als "Entwicklungsüberraschung", "Entwicklungsparadoxon" oder "Entwicklungsproblem" in Frage, da es keine gute Regierungsführung gibt. Dabei untersucht das Buch die politisch-wirtschaftliche Dynamik und bietet wertvolle Einblicke in den aktuellen Zustand der bangladeschischen Wirtschaft im Hinblick auf Stabilität, Transformationsfähigkeit und Nachhaltigkeit.
Unter Verweis auf die "hohe" Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Bangladesch herrscht die Überzeugung vor, dass wirtschaftliches Wachstum auch ohne funktionierende Institutionen erreicht werden kann und wichtiger ist als ein integratives politisches System. Befürworter argumentieren weiter, dass Autoritarismus geduldet werden kann, solange ein stetiger Entwicklungskurs verfolgt wird. Die Unzulänglichkeit der vergleichenden Analyse der wirtschaftlichen Lage Bangladeschs im Vergleich zu anderen relevanten Volkswirtschaften macht solche Behauptungen jedoch kurzsichtig und engstirnig.
Dieses Buch untersucht daher die Zahlen und Erzählungen, um die Gültigkeit solcher Behauptungen und Klagen festzustellen, indem es die notwendigen und hinreichenden Bedingungen der Entwicklung untersucht. Die notwendigen Bedingungen implizieren eine eingehende Untersuchung der Faktoren des Wirtschaftswachstums - Land, Arbeit, Kapital und Technologie -, während die hinreichenden Bedingungen eine tiefgreifende Untersuchung der Faktoren des Wirtschaftswachstums - Land, Arbeit, Kapital und Technologie - gewährleisten. In diesem Sinne untersucht das Buch die Entwicklung, indem es Variablen aus Politik und Wirtschaft heranzieht, um eine kausale Beziehung herauszufinden, und diese Variablen auf Themen wie Wachstum, Landwirtschaft, verarbeitende Industrie, Finanzsektor, Gesundheit, Bildung, Armut und Ungleichheit anwendet.