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Time of Cherries
Frühling, 1974. Nach zwölf Jahren im Ausland kehrt Natàlia Miralpeix nach Barcelona und zu ihrer Familie zurück. Der Wandel liegt in der Luft: eine sexuelle, politische und künstlerische Revolution ist im Gange. Franco ist zwar noch an der Macht, aber sein Tod ist nur noch zwei Jahre entfernt. Die junge Generation schreibt Gedichte, hört Jimi Hendrix und Janis Joplin und spricht von einer freieren Zukunft. Die ältere Generation jedoch trägt die verborgenen Wunden des Bürgerkriegs, ihre gespaltene Loyalität und ihre eigenen vereitelten Träume, Rebellionen und Sehnsüchte mit sich herum.
Die Zeit der Kirschen von Montserrat Roig, die hier zum ersten Mal ins Englische übersetzt wird, ist ein beliebter Klassiker der katalanischen Literatur, kühn und verblüffend frisch. Indem es zwischen den Zeitebenen, Geschichten und Stimmen hin und her springt, beschwört es ein berauschendes, fesselndes Barcelona herauf, das ebenso rauchig, düster und unruhig wie romantisch und sonnenverwöhnt ist; eine Stadt und ein Volk, die danach streben, die Geister der Vergangenheit hinter sich zu lassen, einen Platz in dieser belebenden neuen Welt zu finden und die Zeit der Kirschen, den Frühling der Freude, einzuläuten.
Montserrat Roig war vor ihrem frühen Tod ein strahlendes Licht der katalanischen Literatur. ' Colm Tóibín
Eine bemerkenswerte Schriftstellerin, die zwar nicht immer angenehm zu lesen, aber immer erschütternd ehrlich ist. ' Margaret Jull Costa
Roig hinterlässt beim Leser ein lebendiges Gefühl für Zeit und Ort, lädt ihn aber auch dazu ein, darüber nachzudenken, wie schnell das reale Leben zur Fabel wird, wie leicht wir Krieg, Unterdrückung und Schmerz in unser kollektives Gedächtnis aufnehmen. ' Lunate
Montserrat Roig hat mit ihrem unglaublichen und inspirierenden Werk in zwei Jahrzehnten einen unauslöschlichen Eindruck in der katalanischen Literatur hinterlassen. ' Jordi Nopca
Roig setzt die Sprache als Waffe gegen die politische und soziale „Düsternis“ ein und gibt denen eine Stimme, die sonst schweigen, vor allem Frauen und älteren Menschen. ' Times Literary Supplement