Bewertung:

Chris Hemlers „Delivering Destruction“ ist eine aufschlussreiche und gut recherchierte Untersuchung der Feuerunterstützung und -koordination während des Pazifikfeldzugs im Zweiten Weltkrieg. Das Buch verbindet erfolgreich historische Details mit einer fesselnden Erzählung, so dass es sowohl für Liebhaber der Militärgeschichte als auch für Laien zugänglich ist. Es beleuchtet die Entwicklung der militärischen Taktik und die Bedeutung von Kommunikation und Anpassung für den Sieg.
Vorteile:⬤ Das Buch ist gut geschrieben und fesselnd und bietet eine gründliche Analyse der militärischen Taktik
⬤ es ist für Leser mit unterschiedlichem Wissensstand in Militärgeschichte zugänglich
⬤ die Erzählung ist fesselnd und bricht mit vereinfachenden Ansichten über den Kampf
⬤ es ist sowohl für Militärexperten als auch für Geschichtsinteressierte sehr zu empfehlen
⬤ wissenschaftliche Details in Verbindung mit der Kunst des Schreibens sind zu schätzen.
Einige Leser könnten aufgrund des wissenschaftlichen Charakters des Buches Bedenken haben, bevor sie sich dem Inhalt nähern, aber die meisten finden es zugänglich. In den Rezensionen werden keine nennenswerten Nachteile genannt.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Delivering Destruction: American Firepower and Amphibious Assault from Tarawa to Iwo Jima
In der vorhandenen Literatur wird behauptet, dass der operative Erfolg des U.S. Marine Corps im Pazifikkrieg auf zwei dominierenden Themen beruhte: engagierte theoretische Vorbereitung und mutiges Handeln auf dem Schlachtfeld.
Vereinfacht ausgedrückt, rangen die Marines in den 1920er und 1930er Jahren mit den konzeptionellen Herausforderungen des amphibischen Angriffs und entwickelten die notwendigen Instrumente und Methoden, um einen feindlichen Strand einzunehmen. Als die japanischen Streitkräfte 1941 Pearl Harbor angriffen, schickte das Korps seine tapferen und mutigen Infanteristen, um über die vom Feind gehaltenen Inseln im Süd- und Zentralpazifik vorzustoßen. Aber die ganze Geschichte geht viel tiefer.
Obwohl diese konventionelle Darstellung wesentliche Elemente des Triumphs der U.S. Navy und des Marine Corps einfängt, lässt sie erhebliche Zwischenkriegsmängel bei der Feuerkontrolle und -koordinierung sowie die kriegswichtige Entwicklung dieser Fähigkeiten zwischen 1942 und 1945 außer Acht. Delivering Destruction ist die erste detaillierte Studie über die Koordinierung der Feuerkraft der amerikanischen Triphibien (Land, See und Luft) im Pazifikkrieg.
Indem er die Entwicklung von Feuerkoordinierungsteams und -taktiken durch das Amphibienkorps im Zentralpazifik beschreibt, unterstreicht Hemler die Bedeutung von Kriegsanpassung, Gefechtsfeldkoordination und den Vorrang des menschlichen Elements im Seekampf. Er enthüllt die bisher unbekannte Geschichte der amerikanischen Feuerleit- und Koordinierungsteams im Zentralpazifik. Durch "Bottom-up"-Anpassung und Innovation erarbeiteten die amerikanischen Truppen und Offiziere praktische Lösungen vor Ort und lernten, Luft- und Marineunterstützung während eines umkämpften amphibischen Angriffs effektiv einzusetzen und zu integrieren.
Die Fähigkeit der Amerikaner, am Landekopf eine enorme, synchronisierte Feuerkraft aufzubauen - eine Fähigkeit, die in drei Jahren zermürbender Kriegsanpassung entwickelt wurde -, ermöglichte es der US Navy und dem Marine Corps, bis 1945 jede befestigte japanische Insel ihrer Wahl einzunehmen. -Trotz des technologischen Fortschritts und der sich ausweitenden "Domänen" der Kriegsführung bleibt der Kampf ein zutiefst interaktives, menschliches Unterfangen.