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Testimony: Quakerism and Theological Ethics
Dieses Buch bringt das theologisch-ethische Denken der Quäker in einen konstruktiven Dialog mit der christlichen Tradition und setzt sich gleichzeitig mit wichtigen zeitgenössischen ethischen Debatten und mit umfassenderen Fragen über die öffentliche Rolle von Kirchengemeinschaften in einem postsäkularen Kontext auseinander. Im Mittelpunkt der Diskussion steht das charakteristische Konzept und die Praxis des "Zeugnisses" der Quäker - verstanden als ein nachhaltiges Handlungs- und Lebensmuster innerhalb und durch die Gemeinschaft und die Einzelnen in ihr, in kommunikativer und transformativer Beziehung zu ihrem Kontext und verortet im täglichen Leben.
Im ersten Abschnitt legt Rachel Muers eine konstruktive theologische Darstellung des Zeugnisses vor, die sich auf historische und zeitgenössische Quellen der Quäker stützt und seine Wurzeln in der johanneischen Christologie und Pneumatologie sowie seine Verbindungen zu anderen "Besonderheiten" der Quäker wie dem nicht programmierten Gottesdienst und dem Nicht-Kreedalismus deutlich macht. Sie konzentriert sich insbesondere auf den Charakter von Zeugnissen als anhaltende Ablehnung bestimmter Praktiken und Strukturen und auf die Art und Weise, in der diese anhaltende Ablehnung zu neuen Haltungen und Lebensformen führt. Indem sie die anhaltende Relevanz dieses Ansatzes für die Theologie darlegt, setzt sich Rachel Muers mit der "Ethik des Zeugnisses" in der zeitgenössischen protestantischen Theologie und mit einer längeren Tradition des Denkens (und der Debatten) über die Bedeutung der christlichen Askese auseinander.
Im zweiten Abschnitt entwickelt sie diese allgemeine Darstellung anhand einer Reihe von Fallstudien über das schriftliche und praktizierte Zeugnis der Quäker. Anhand jedes einzelnen Falles untersucht sie Aspekte der Bedeutung und Notwendigkeit eines gemeinsamen und individuellen Zeugnisses.