
Zionist Architecture and Town Planning: The Building of Tel Aviv (1919-1929)
Tel Aviv, das 1909 als jüdische Siedlung gegründet und ein Jahr später eingeweiht wurde, hat sich im Laufe des letzten Jahrhunderts zu Israels Finanzzentrum und zur zweitgrößten Stadt des Landes entwickelt. Dieses Buch untersucht eine wichtige Phase der Stadtgründung, als jüdische Architekten aus Europa, darunter Alexander Levy aus Berlin, in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg versuchten, einen neuen Stil des zionistischen Städtebaus zu etablieren.
Der Autor untersucht das Zusammenspiel eines ehrgeizigen architektonischen Programms und der pragmatischen Erfordernisse, die seine chaotische Umsetzung in einer Zeit des dramatischen Bevölkerungswachstums vorantrieben. Er untersucht die intensive Debatte unter den zionistischen Führern in Berlin über die künftige jüdische Besiedlung des Landes Israel nach dem Ersten Weltkrieg und die Schwierigkeit, einen Stadtplan und einen architektonischen Stil auf der Grundlage europäischer Konzepte in einem Umfeld durchzusetzen, in dem diese mit dem Wunsch nach jüdischer Wiederbelebung und Selbstidentität kollidierten. Während "moderne" Werte für Universalität eintraten, kämpften zionistische Ideen mit dem Konflikt zwischen dem Konzept der "Neuen Ordnung" und traditionellen und historischen Motiven.
Dieses Buch ist nicht nur die erste detaillierte Studie über die prägende Zeit der Entwicklung Tel Avivs, sondern auch eine wertvolle Fallstudie über den Aufbau einer Nation und die Geschichte des Zionismus. Es ist akribisch recherchiert und mit Hunderten von Plänen und Fotos illustriert, die zeigen, wie viel von der Struktur des Tel Avivs des frühen zwanzigsten Jahrhunderts in der modernen Stadt erhalten geblieben ist.