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Refugia
Auf einem abgelegenen Archipel gedeihen Reliktarten, die sonst überall auf der Welt ausgestorben sind. Evolution erfordert Isolation, und diese Inseln bieten die perfekte Umgebung für genetische Variation, die neue und einzigartige Formen von Flora und Fauna hervorbringt. Die Evolutionsbiologen Emily und Roland sind zu einer ausgedehnten Expedition in diese abgelegene Welt aufgebrochen, um deren einzigartige Biosphäre zu erforschen.
Während sie daran arbeiten, einen großen Datensatz toter Exemplare zur Untersuchung und Beschreibung zu sammeln, erleben Emily und Roland zunehmende Verschiebungen in ihrer Wahrnehmung, in ihren Körpern und sogar im Fluss der linearen Zeit. Die Umwelt, die sie zu quantifizieren gelernt haben, wirkt auf sie ein, die Arten, die sie sammeln, beobachten und kommentieren sie, und die kontrollierte Linse der Wissenschaft kann sie nicht retten. Als sie der dynamischen Kraft der Isolation erliegen, finden sie sich unwiderruflich verändert wieder.
Refugia ist ein poetischer Roman, der anhand von Feldnotizen, Briefen und wissenschaftlichen Daten erzählt wird. Er ist eine Geschichte der Entdeckung und Verwandlung, die die Hybris aufzeigt, die der Vorstellung innewohnt, dass der Mensch sowohl außerhalb als auch im Zentrum der natürlichen Welt lebt. Es ist ein Buch, das die Wissenschaft in ihrer ganzen unvollkommenen Schönheit zeigt und die Grenze zwischen Beobachter und Beobachtetem, Wissenschaftler und Subjekt, zwischen dem, was bekannt ist, und dem, was nicht bekannt ist, überschreitet.