Zunderbüchse: Das Irokesen-Theater-Desaster 1903

Bewertung:   (4,4 von 5)

Zunderbüchse: Das Irokesen-Theater-Desaster 1903 (P. Hatch Anthony)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch schildert den tragischen Brand des Irokesen-Theaters im Jahr 1903, wobei es sowohl umfassende Recherchen als auch individuelle Erzählungen von Opfern enthält. Es hebt die systembedingten Versäumnisse beim Brandschutz und bei der staatlichen Aufsicht hervor, die zu der Katastrophe beitrugen, die rund 600 Menschenleben forderte. Die Leser schätzen die Gründlichkeit der Recherchen und die menschlichen Geschichten, die in die historische Erzählung eingeflochten sind, während einige die Struktur und die vermeintlich negativen Schlussfolgerungen des Autors in Bezug auf die Sicherheit in modernen Theatern kritisieren.

Vorteile:

Gut recherchiert, mit ausführlichen historischen Details, fesselnden persönlichen Geschichten, informativ über Brandschutz und Theatergeschichte, fesselnde und tragische Erzählung, aufschlussreiche und warnende Geschichte über Systemversagen, gut geschrieben für einen Erstautor.

Nachteile:

Einige Leser finden, dass es dem Buch an Struktur mangelt, dass es sich langweilig anfühlen kann, weil politische Faktoren gegenüber persönlichen Berichten zu sehr im Vordergrund stehen, dass die Schlussfolgerungen über die moderne Theatersicherheit als zu negativ empfunden werden und dass es einige sachliche Ungenauigkeiten gibt.

(basierend auf 54 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Tinder Box: The Iroquois Theatre Disaster 1903

Inhalt des Buches:

Das Iroquois Theater in Chicago, das mit allen modernen Annehmlichkeiten ausgestattet ist, warb bei seiner Eröffnung im November 1903 stolz damit, absolut feuerfest zu sein. „Mr. Bluebeard“, ein vom Drury Lane Theatre in London importiertes Märchenmusical, war die Eröffnungsproduktion. Angeführt wurde die fast 400-köpfige Truppe von Eddie Foy, einem der populärsten Komödianten der damaligen Zeit.

Keiner der vielen Prominenten und Journalisten, die zu den Aufführungen strömten, wusste, dass die städtischen Bauaufsichtsbeamten und andere bestochen worden waren, um zu bescheinigen, dass das Theater in gutem Zustand war. Tatsächlich verfügte das Gebäude weder über eine Sprinkleranlage noch über eine grundlegende Brandbekämpfungsausrüstung; es gab kein Telefon hinter der Bühne, keinen Feuermelder, keine Ausgangsschilder, keinen echten Asbestvorhang und keine für Notfälle ausgebildeten Platzanweiser.

Einen Monat später, bei einer Matinee in der Weihnachtswoche, war das Theater mit einem Stehplatzpublikum, hauptsächlich Frauen und Kinder, illegal überfüllt. Während des zweiten Akts explodierte ein Kurzschluss in einem Scheinwerfer hinter der Bühne und löste einen kleinen Brand aus, der sich innerhalb weniger Minuten im ganzen Theater ausbreitete. Panik brach aus, als die Menschen sich gegenseitig an den Händen fassten, um hinauszukommen, aber sie konnten die Ausgänge nicht finden, da diese verhängt waren. Die Türen, die gegen Eindringlinge verschlossen waren, waren so konstruiert, dass sie sich nach innen statt nach außen öffneten, was ein Entkommen fast unmöglich machte.

Die Tragödie, die mehr als 600 Todesopfer forderte, wurde zu einem riesigen Skandal und bleibt der schlimmste Theaterbrand in der Geschichte des Landes“.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780897336093
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2003
Seitenzahl:320

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