Bewertung:

Die Rezensionen zu „In Defense of Thomas Jefferson“ von William Hyland zeigen eine kontroverse Debatte über Thomas Jeffersons angebliche Vaterschaft von Sally Hemings' Kindern. Befürworter des Buches loben es als gut recherchiert und faktenbasiert und betonen, dass es keine schlüssigen Beweise für eine Verbindung zwischen Jefferson und Hemings gibt. Kritiker äußern sich besorgt über Hylands vermeintliche Voreingenommenheit und argumentieren, dass er nicht alle Beweise gleichermaßen berücksichtigt. Insgesamt schätzen die Leser die Verteidigung von Jeffersons Charakter, wobei sie die Komplexität des historischen Kontextes hervorheben.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene und logische Darstellung der Beweise
⬤ lässt begründete Zweifel an Jeffersons Vaterschaft aufkommen
⬤ stützt sich eher auf eine faktische Analyse als auf Spekulationen
⬤ stellt populäre Erzählungen in Frage
⬤ untersucht Zeugenaussagen gründlich
⬤ bietet Einblicke in die Beweggründe hinter den Anschuldigungen
⬤ ermutigt die Leser, die Wahrheit zu suchen und nicht vorgefasste Meinungen.
⬤ Wahrgenommene Voreingenommenheit in den Argumenten des Autors
⬤ Wiederholung von Punkten im gesamten Buch
⬤ kann eine ausgewogene Darstellung von Beweisen vermissen lassen
⬤ einige Kritiker argumentieren, dass es nicht angemessen auf gegnerische Ansichten eingeht
⬤ der Ton des Autors kann konfrontativ sein
⬤ einige Leser finden die Verteidigung von Jeffersons Charakter übertrieben.
(basierend auf 48 Leserbewertungen)
In Defense of Thomas Jefferson: The Sally Hemings Sex Scandal
Der Glaube, dass Thomas Jefferson eine Affäre mit der Sklavin Sally Hemings hatte und ein Kind (oder mehrere Kinder) mit ihr gezeugt hat - und dass diese Behauptung durch DNA-Tests bewiesen wurde - ist in der amerikanischen Populärkultur so weit verbreitet, dass sie nicht nur weithin akzeptiert, sondern den Schülern auch als historische Tatsache vermittelt wird. Doch wie William G. Hyland Jr. nachweist, ist diese "Tatsache" nichts anderes als die Anhäufung von anzüglichen Gerüchten und unverantwortlicher Gelehrsamkeit im Laufe der Jahre, vieles davon inspiriert von politischem Groll, akademischem Opportunismus und dem Trend des Geschichtsrevisionismus, der darauf abzielt, den Ruf der Gründerväter in den Schmutz zu ziehen. In diesem aufrüttelnden und aufschlussreichen Buch zeigt Hyland nicht nur, dass die Beweise gegen Jefferson fehlen, sondern auch, dass er an der Anschuldigung, sexuelle Beziehungen zu Hemings gehabt zu haben, völlig unschuldig ist.
Historiker haben den falschen Jefferson. Hyland, ein erfahrener Prozessanwalt, präsentiert die zuverlässigsten historischen Beweise, während er die unzuverlässigen seziert und dabei Jahrhunderte unbewiesener Anschuldigungen durchschneidet. Der Autor erinnert uns daran, dass die DNA-Tests Eston Hemings, Sallys jüngstes Kind, lediglich als Nachkomme eines "Jefferson-Mannes" identifizierten. Randolph Jefferson, der eigensinnige jüngere Bruder des Präsidenten, der den Ruf hatte, sich unter den Sklaven von Monticello herumzutreiben, erscheint als der wahrscheinlichste von mehreren möglichen Kandidaten. In der Zwischenzeit verfolgt der Autor die Entwicklung dieses Gerüchts über Thomas Jefferson zurück bis zu der Behauptung eines gewissen James Callendar, eines "betrunkenen Rüpels", der einen Groll hegte, nachdem er sich erfolglos beim Präsidenten für eine Ernennung zum Postmeister eingesetzt hatte - und der dann offen damit prahlte, Jeffersons Ruf zu ruinieren. Hyland geht auch auf mündliche Überlieferungen der Hemings-Familie ein, die den verbreiteten Gerüchten widersprechen, sowie auf die Art und Weise, wie die Jefferson-Gerüchte durch weniger als historische Dramen und durch fehlerhafte wissenschaftliche Forschung, die oft von politischen Agenden geprägt war, gefördert wurden.
Mit der Neugier eines Laien und der Präzision eines Juristen räumt Hyland endgültig mit den Behauptungen über die achtunddreißigjährige Liaison zwischen Jefferson und Hemings auf. Auf diese Weise holt er den dritten Präsidenten der Nation aus der Arena der Hollywood-Mythen und Melodramen zurück und gibt seinen Lesern die einzigartige Gelegenheit, als Geschworene über diese faszinierende Episode der amerikanischen Geschichte zu urteilen.