
Reluctant Power: Networks, Corporations, and the Struggle for Global Governance in the Early 20th Century
Wie amerikanische Politiker zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts versuchten, die Kontrolle über Funktelegrafienetze zu erlangen, um die globale Position der Vereinigten Staaten zu stärken.
In Reluctant Powe r untersucht Rita Zaj cz, wie amerikanische Politiker zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts versuchten, die Kontrolle über Funktelegrafienetze zu erlangen, um die globale Position der Vereinigten Staaten zu stärken. Dabei entwickelt sie einen analytischen Rahmen für das Verständnis des Kampfes um die Netzkontrolle, der sich nicht nur auf die amerikanischen Versuche zur Errichtung eines globalen Funknetzes im frühen zwanzigsten Jahrhundert anwenden lässt, sondern auch auf die aktuellen Bemühungen der USA, die Kontrolle über das Internet zu behalten.
Im späten neunzehnten Jahrhundert kontrollierte Großbritannien sowohl die hohe See als auch das weltweite Kabelkommunikationsnetz unter dem Meer. Jahrhunderts suchten die geopolitischen Rivalen Großbritanniens, darunter auch die Vereinigten Staaten, nach einer Möglichkeit, die britische Vorherrschaft durch Funktelegrafie zu umgehen. Zaj cz zeichnet die Versuche der politischen Entscheidungsträger nach, sich sowohl mit einer neuen Technologie - der Funktelegrafie - als auch mit einer neuen Unternehmensform auseinanderzusetzen: dem multinationalen Unternehmen, das das Netz verwaltete und als wichtiger Vermittler fungierte. Sie argumentiert, dass sowohl die Außenpolitik als auch die nationale Radiogesetzgebung von dem Wunsch geprägt waren, die Radiotelegrafie für geopolitische Zwecke zu nutzen, und zeigt auf, wie sich die Kommunikationspolitik und Aspekte des amerikanischen Rechtssystems an die Anforderungen einer aufstrebenden Macht anpassten. Jahrhunderts waren die Vereinigten Staaten eine zurückhaltende Macht, da die politischen Entscheidungsträger nicht sicher waren, ob die in den Vereinigten Staaten ansässigen Unternehmen ausreichend amerikanisch waren, und bezweifelten, dass ihre Strategien dem nationalen Interesse dienten.