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Two Counties in Crisis: Measuring Political Change in Reconstruction Texas Volume 8
Two Counties in Crisis bietet die seltene Gelegenheit zu beobachten, wie lokale politische Kulturen durch staatliche und nationale Ereignisse verändert werden. In einer interdisziplinären Mischung aus Geschichte und Politikwissenschaft analysiert Robert J.
Dillard zwei ungleiche texanische Bezirke - den traditionsbewussten Harrison County und den individualistischen Collin County - und untersucht vier Gouverneure der Wiederaufbauzeit (Hamilton, Throckmorton, Pease, Davis), um die Erzählung zu unterstützen und einen zusätzlichen kulturellen Kontext zu schaffen. Das wirtschaftlich prosperierende Harrison County in Osttexas, das nach dem Vorbild der Plantagenkultur des tiefen Südens auf Sklavenarbeit aufgebaut war, unterstützte 1861 nachdrücklich die Sezession. Das westtexanische Collin County, das von Einzel- und Familienbetrieben mit einer begrenzten Sklavenbevölkerung geprägt war, befürwortete die Union.
Während des Wiederaufbaus wurde Collin County zunehmend konservativ und wies schließlich große Ähnlichkeit mit Harrison County auf. Bis 1876 und der Ratifizierung der rückschrittlichen texanischen Verfassung hatte sich das Collin County gegen alle Aspekte der Reconstruction entschieden gewehrt.