
Two Maps of Central Asia of the First Half of 18th century
Historische Karten und Globen, die im 16. bis 18.
Jahrhundert in Europa und Russland hergestellt wurden, sind wichtige Quellen für die Erforschung der ethnopolitischen Geschichte Zentralasiens in dieser Zeit. Dieses Buch enthält eine detaillierte Beschreibung und Diskussion zweier historischer Karten Zentralasiens aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, in denen die Begriffe „Usbek“, „Usbekien“ oder „Usbekistan“ als Synonyme des Begriffs „Turkistan“ für Zentralasien verwendet werden.
Die erste Karte mit dem Namen „Neue Karte des Kaspischen Meeres und des Usbekischen Landes“ (Tabula Nova de Mare Caspium et Usbekorum) wurde 1728 von Abraham Maas (tätig 1700 - 1735), einem niederländischen Kartographen am russischen Hof in Sankt Petersburg, wo er in der geographischen Abteilung der Akademie der Wissenschaften arbeitete, erstellt. Sie wurde von Johann Peter van Ghelen (1673 - 1754) im Atlas der Homann Erben 1735 in Nürnberg veröffentlicht.
Die zweite Karte mit dem Titel „The Map of the Caspian Sea and the Aral Sea“ (Tabula Maris Caspii et Maris Aral) wurde 1730 von Basilio Batatzis, einem griechischen Reisenden aus Konstantinopel, angefertigt und 1732 von John Senex, dem Kartographen der Royal Geographic Society, in London veröffentlicht. Die in Westeuropa angefertigten mittelalterlichen Karten belegen, dass die heutige Bezeichnung „Usbekistan“ historische Wurzeln hat.