
Two Stars: A Christmas Story
Als Kind gehörte ich zu den Kindern, die viele Fragen stellten, und wenn ich mit den Antworten nicht zufrieden war, stellte ich Folgefragen. Natürlich war ich hart zu meinen Lehrern, aber vor allem zu meinen armen Sonntagsschullehrern, vor allem, was die Weihnachtsgeschichte anging. Einige dieser Fragen sind mir über die Jahre im Gedächtnis geblieben und haben mich zu diesem Buch inspiriert.
In jeder Krippenszene sind zum Beispiel das Jesuskind, Maria, Josef, die Hirten, verschiedene Tiere und die "Weisen" zu sehen. Ich war von den "Weisen" fasziniert. In einem Jahr war ich sogar ein weiser Mann in einem Weihnachtsmärchen. Ich wollte wissen, wie die Weisen, die keine Juden waren und aus Hunderten von Kilometern Entfernung kamen, wussten, dass ein Stern die Geburt eines jüdischen Königs ankündigte, während die Juden das offenbar nicht wussten? Wie konnten sie in Bethlehem ankommen, um das Jesuskind zur gleichen Zeit anzubeten wie die Hirten auf den benachbarten Feldern? Wie lange blieben Maria und Josef in Bethlehem, bevor sie in ihr Haus in Nazareth zurückreisten? Wie konnten die Weisen einem Stern "folgen"? Warum schickte Herodes nicht seine eigenen Leute nach Bethlehem? Wenn Herodes innerhalb weniger Tage nach Jesu Geburt mit den Weisen zusammentraf, warum befahl er dann, alle männlichen Kinder unter zwei Jahren zu töten? Warum nicht nur die Neugeborenen? Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Wie ich schon sagte, meine armen Sonntagsschullehrer...
Jedenfalls hat die Weihnachtsgeschichte selbst ein Kind wie mich zum kritischen Denken angeregt, und ich glaube, dass Gott die neugierigen Geister derer, die ihn suchen, liebt und ihnen nachgibt. Diese fiktive Geschichte wird nicht präsentiert, um akzeptiertes religiöses Denken herauszufordern oder eine revisionistische Geschichte der Ereignisse zu fördern, genauso wenig wie das Lied "The Little Drummer Boy", komponiert von Katherine Davis, das Einfügen eines Trommlers in die Krippenszene befürwortet. Zwei Sterne - Eine Weihnachtsgeschichte" hat es mir einfach ermöglicht, einige dieser lästigen Fragen aus meiner Jugend wieder aufzugreifen und sie durch eine viel ältere Brille zu betrachten. Auch wenn ich einige Teile der Weihnachtsgeschichte etwas anders interpretiert habe, bleibt die wunderbare Geburt Jesu unangetastet und wäre nicht weniger großartig, selbst wenn Teile dieser phantasievollen Geschichte in der biblischen Erzählung zu finden wären.