Bewertung:

Der Zwilling von Gerbrand Bakker ist ein introspektiver Roman, in dessen Mittelpunkt Helmer steht, ein Mann, der sich nach dem Verlust seines Zwillingsbruders Henk mit der Vergangenheit und seiner Identität auseinandersetzt. Die Geschichte behandelt Themen wie Trauer, unterdrückte Gefühle und die langsame Reise zur Selbstverwirklichung vor dem Hintergrund des niederländischen Landlebens. Während einige Leser die Tiefe, den Schreibstil und die emotionale Resonanz zu schätzen wissen, finden andere, dass der Roman zu langsam ist und es ihm an Handlungsentwicklung mangelt.
Vorteile:⬤ Wunderschön geschrieben, mit ausgefeilter Charakterentwicklung und subtiler Bildsprache.
⬤ Effektive Erforschung von Themen wie Trauer, Verlust und Identität.
⬤ Atmosphärische Darstellung des niederländischen Landlebens, die ein starkes Gefühl für den Ort vermittelt.
⬤ Fesselnde Prosa, die Leser anspricht, die introspektive Erzählungen mögen.
⬤ Preisgekrönte Literatur, die die Meisterschaft des Autors im Erzählen von Geschichten unter Beweis stellt.
⬤ Langsames Tempo und minimale Entwicklung der Handlung können Leser, die Action suchen, frustrieren.
⬤ Einige fanden die Erzählung langweilig oder ereignislos und verglichen sie mit dem Beobachten alltäglicher Aktivitäten.
⬤ Schwierigkeiten, der Geschichte zu folgen, möglicherweise aufgrund von Übersetzungsproblemen.
⬤ Die Charaktere wirken auf manche unsympathisch, was das Engagement des Lesers schmälert.
⬤ Nicht für Gelegenheitslektüre geeignet; wird als keine „Wohlfühl“- oder leichte Strandlektüre beschrieben.
(basierend auf 33 Leserbewertungen)
Twin
Als sein Zwillingsbruder bei einem Autounfall stirbt, ist Helmer gezwungen, auf den kleinen Familienhof zurückzukehren.
Vordergründig ein Roman über das Landleben aus der Sicht eines Bauern, geht es in Der Zwilling letztlich um die Möglichkeit oder Unmöglichkeit, das Leben selbst in die Hand zu nehmen.