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Zwingli: A Reformed Theologian
Vier Jahrhunderte später rückt ein führender Schweizer Theologe das Leben und Denken eines anderen Theologen in den Fokus der Gegenwart. Zwingli, wie er von Courvoisier interpretiert wird, spricht die Probleme unserer Zeit mit der gleichen Klarheit und Kraft an, die den Verlauf der Reformation geprägt hat.
Energisch und ganz auf den Dienst an seinem "Hauptmann" und Erlöser ausgerichtet, gründete Zwingli seine Theologie auf das Wort Gottes, wie es in der Heiligen Schrift offenbart ist. Er griff die Probleme seiner Zeit an - er reformierte die Kirche und führte sie dazu, das Instrument zu werden, durch das die Welt das Evangelium hört. Zwingli gab dem Ausdruck "unter der Gnade leben" in allen Bereichen des Lebens Bedeutung.
Was zum Beispiel das Verhältnis von Kirche und Staat betrifft, so glaubte er, dass alle Dinge auf der Erde ihre letzte Bedeutung durch die Gnade erhalten. Er glaubte, dass die Kirche ihre Präsenz in der Welt bekräftigen muss.
Für ihn gab es keine höhere Ehre, als sein Leben für Christus hinzugeben. Oft missverstanden und lange vernachlässigt, wird Huldrych Zwingli heute wieder als erster reformierter Theologe anerkannt.
Jaques Courvoisier, ThD (1900-1988) war Pfarrer, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Genf (1939-1969), Rektor der Universität Genf (1958-1960) und Präsident der Ständigen Konferenz der Rektoren (1964-1969).