Bewertung:

Die Rezensionen zu „Between Expectations“ von Meghan Weir zeigen ein breites Spektrum an Meinungen. Viele Leser schätzen die Einblicke, die das Buch in die emotionalen und herausfordernden Erfahrungen einer pädiatrischen Facharztausbildung gewährt. Sie heben die Mischung aus Herzschmerz und Triumph in den Geschichten sowie die Ehrlichkeit und die persönlichen Überlegungen der Autorin hervor. Einige Kritiken konzentrieren sich jedoch auf die wahrgenommene Negativität und den Mangel an Ausgewogenheit in der Darstellung der Assistenzzeit, die manche als zu morbide und unzusammenhängend empfinden. Einige Leserinnen und Leser wünschen sich mehr Wärme und Mitgefühl in den Texten sowie eine bessere Auflösung in den Erzählungen.
Vorteile:⬤ Bietet einen guten Einblick in die emotionalen und zermürbenden Aspekte der pädiatrischen Assistenzzeit.
⬤ Fesselnder und gut lesbarer Schreibstil, der die Herausforderungen und Triumphe wirksam vermittelt.
⬤ Persönliche Reflexionen ermöglichen es dem Leser, sich mit den Erfahrungen des Autors zu verbinden.
⬤ Gute strukturelle Einbettung der Erzählung, insbesondere im Kontext der Neugeborenen-Intensivstation.
⬤ Hebt wichtige Themen wie Menschlichkeit, Mitgefühl und die Beziehung zwischen Patient und Arzt hervor.
⬤ Einige Leser fanden den Tonfall zu morbide und deprimierend, und es fehlte an Ausgewogenheit bei der Schilderung erfolgreicher Ergebnisse.
⬤ Einige Kritiker bemängelten eine unzusammenhängende Erzählung und unvollendete Handlungsstränge.
⬤ Kritik an der fehlenden Wärme und dem fehlenden Mitgefühl des Autors gegenüber den Patienten.
⬤ Einige medizinische Konzepte und Terminologien könnten für Laien zu kompliziert sein.
(basierend auf 23 Leserbewertungen)
Between Expectations: Lessons from a Pediatric Residency
Wenn Dr. Meghan Weir zum ersten Mal ihren Kittel anzieht und als frisch gebackene Assistenzärztin den Flur des Children's Hospital Boston betritt, ist ihr Kopf voll mit medizinischem Lehrbuchwissen. Sie kennt den menschlichen Körper in- und auswendig, weiß, wie man Hunderte komplizierter Eingriffe vornimmt, und kann die Symptome einer Vielzahl von Krankheiten auswendig aufsagen. Aber nichts davon hat sie wirklich auf das vorbereitet, was sie jetzt erleben wird.
Von den Frühgeborenen, die Dr. Weir an ihrem ersten Tag als Assistenzärztin versorgen soll, bis hin zu den frustrierten Teenagern, die um drei Uhr morgens wegen einer Erkältung in die Notaufnahme kommen, bringt jeder Tag neue Herausforderungen und neue Lektionen mit sich. Dr. Weir lernt, dass sich hinter der professionellen Fassade des weißen Arztkittels Unordnung, Angst und Unsicherheit verbergen. Doch neben den Entbehrungen bringt die Ausübung des Arztberufs auch enorme Belohnungen mit sich: Freude, Kameradschaft und den Triumph der Heilung.
Die drei Jahre der Facharztausbildung - in denen junge Ärzte, die gerade ihr Medizinstudium abgeschlossen haben, zum ersten Mal ihre eigenen Patienten behandeln - sind in jedem Fachgebiet zermürbend. Aber der Umgang mit Patienten, die zu jung sind, um zu beschreiben, wo es weh tut, stellt eine besondere Herausforderung dar, und es ist nicht nur der Umgang mit deren Eltern. In Between Expectations: Lessons from a Pediatric Residency (Lektionen aus einer pädiatrischen Facharztausbildung) nimmt Dr. Weir die Leser mit in die Säuglingsstationen, Intensivstationen und Krankenzimmer eines der geschäftigsten Kinderkrankenhäuser des Landes und zeigt ihnen eine Welt, die viele von uns nie zu sehen bekommen. Mit Offenheit und Bescheidenheit erforscht sie die vielen demütigenden Lektionen, die alle Assistenzärzte lernen müssen: dass Zurückhaltung manchmal die richtige Behandlungsoption ist, egal wie sehr man handeln möchte; dass einige Patienten, sogar junge Teenager, nicht daran interessiert sind, auf die guten Ratschläge zu hören, die ihr Leben leichter machen würden; dass Eltern ihre eigenen Kinder letztendlich viel besser kennen, als es ihre Ärzte jemals tun werden.
Dr. Weirs nachdenkliche Prosa zeigt, wie Erschöpfung und Zweifel die Erfahrung der Assistenzzeit ebenso bestimmen wie Zuversicht und Tatkraft. Doch die wichtigste Lektion, die sie in den Monaten und Jahren ihrer Assistenzzeit lernt, ist, dass ein guter Tag auf der Station nicht immer bedeutet, dass ein Patient auf wundersame Weise geheilt nach Hause geht - meistens besteht der Erfolg in einer stetigen, allmählichen Entdeckung der Stärke. Durch die Beobachtung der Kinder, der Eltern und des anderen Krankenhauspersonals, die sich jeden Tag sorgfältig um die Patienten kümmern, stellt Dr. Weir fest, dass sie sich endlich zu der Ärztin (und den Eltern) entwickelt, die sie werden möchte. Diese Geschichten - manchmal lustig, manchmal eindringlich - enthüllen die Menschlichkeit, die so oft durch den weißen Kittel des Arztes verdunkelt wird.