Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Between Containment and Rollback: The United States and the Cold War in Germany
Nach dem Zweiten Weltkrieg wandten sich die amerikanischen Entscheidungsträger der Aufgabe zu, Europa wieder aufzubauen und gleichzeitig den Kommunismus in Schach zu halten. In Deutschland, das seit 1949 formal geteilt war, setzten die Vereinigten Staaten auf die politische, wirtschaftliche und schließlich militärische Integration der jungen Bundesrepublik in den Westen.
Die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte dieses Bündnisses hat unser historisches Verständnis der amerikanisch-deutschen Beziehungen dominiert. Weitgehend ausgeklammert aus der großen Erzählung über die deutsch-amerikanischen Beziehungen wurden die meisten Ostdeutschen, die durch die geopolitischen Folgen des von Nazideutschland begonnenen Krieges nach 1945 erst unter sowjetische und dann unter kommunistische Kontrolle gerieten. Sie waren es, die den Preis für die Teilung des Landes am teuersten bezahlten.
In diesem Buch werden die Ostdeutschen - sowohl die Führung als auch die Bevölkerung - als Objekte der amerikanischen Politik und als eigenständige historische Akteure in diese Geschichte zurückgeschrieben. Auf der Grundlage kürzlich freigegebener Dokumente aus amerikanischen, russischen und deutschen Archiven zeigt dieses Buch, dass die Bemühungen der USA von 1945 bis 1953 über den Aufbau einer florierenden Demokratie in Westdeutschland und die "Eindämmung" der sowjetisch-kommunistischen Macht im Osten hinausgingen.
Unter der Truman- und dann der Eisenhower-Administration umfasste die amerikanische Politik auch Bemühungen, die sowjetische und deutsche kommunistische Kontrolle im östlichen Teil des Landes zu untergraben und "zurückzudrängen". Diese Geschichte bringt Licht in die dunklen Seiten des amerikanischen Kalten Krieges in Deutschland: Propaganda, verdeckte Operationen, wirtschaftlicher Druck und psychologische Kriegsführung.
Christian F. Ostermann verfolgt einen internationalhistorischen Ansatz, der die sowjetischen und ostdeutschen Reaktionen und Aktionen erfasst und ein reiches und komplexes Bild der frühen Ost-West-Konfrontation im Herzen Europas zeichnet.