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Between Fitness and Death: Disability and Slavery in the Caribbean
Lange bevor die Engländer in den afrikanischen Sklavenhandel verwickelt wurden, stellten sie sich die Afrikaner als monströse und deformierte Wesen vor. Die Engländer griffen auf bereits bestehende europäische Vorstellungen von Monstrosität und Missbildung zurück, um zu argumentieren, dass Afrikaner eine monströse Rasse waren, die zwischen Mensch und Tier schwebte und als solche nur zur Knechtschaft geeignet war. Die Verbindung von Schwarzsein und Behinderung veränderte die englischen Vorstellungen von defekten Körpern und Köpfen. Die Verbindung von Schwarzsein und Behinderung veränderte die englischen Vorstellungen über körperliche und geistige Defekte und beeinflusste das Verständnis von Rasse und Fähigkeiten, während sie gleichzeitig die körperliche Realität der versklavten Menschen in der britischen Karibik prägte.
Stefanie Hunt-Kennedy analysiert das Thema Behinderung im Kontext der atlantischen Sklaverei auf drei Ebenen. Zunächst untersucht sie die Zusammenhänge zwischen Versklavung und Darstellung von Behinderung sowie die parallele Entwicklung des englischen Rassismus gegen Schwarze. Danach geht sie von der Darstellung zur Realität über, um die körperlichen, emotionalen und psychischen Beeinträchtigungen zu beleuchten, die durch die Sklaverei verursacht und von den Versklavten ertragen wurden. Schließlich betrachtet sie das Sklavenrecht als ein System der erzwungenen Behinderung.
Between Fitness and Death“ ist eine bahnbrechende Reise in die Geschichte von Rassismus und Behindertenfeindlichkeit, kühn und kraftvoll.