
Between Heidegger and Novalis
Dieses Buch bringt eine zentrale Figur der deutschen Frühromantik - den Dichter und Philosophen Novalis - in einen Dialog mit dem Werk Martin Heideggers. Über die Frage des direkten Einflusses hinaus zeigt das Buch, dass Novalis und Heidegger als Denker der Beziehung komplementäre Bestrebungen verfolgten.
Peter Hanly argumentiert, dass ihr Denken implizit auf die griechische Konzeption der harmonia zurückgeht, die sich in den Fragmenten des vorsokratischen Denkers Heraklit findet. Es handelt sich dabei um ein Konzept, das Harmonie nicht als Konkordanz, sondern als ursprüngliche Dissonanz versteht. Es ist diese Erfahrung der harmonia, so Hanly, die es sowohl Novalis als auch Heidegger ermöglicht, Beziehung in Form von dynamischen und widersprüchlichen Energien der Trennung und Konvergenz zu denken.
Zwischen Heidegger und Novalis ist somit eine Studie über das "Dazwischen", das bei Novalis mit Energien der Fruchtbarkeit und Produktivität und bei Heidegger mit Energien der agonistischen Differenz verbunden ist. Dieses Buch, das einen völlig neuen Zugang sowohl zu Novalis als auch zu Heidegger bietet, wird Wissenschaftler und Studenten interessieren, die sich mit kontinentaler Philosophie und dem Erbe der deutschen Romantik beschäftigen.