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Between Lenin and Bandera: Decommunization and Multivocality in Post-Euromaidan Ukraine
Am 8. Dezember 2013 wurde das zentrale Lenindenkmal der Ukraine in Kiew abgerissen.
In den darauffolgenden Monaten wurden in der Ukraine Hunderte von kommunistischen Denkmälern entfernt, was als „Leninfall“ bekannt wurde und den ausdrücklichen Wunsch zum Ausdruck brachte, sich von der sowjetischen Vergangenheit und implizit auch von Russland zu lösen. Dieses Buch untersucht die Entwicklung der Entsowjetisierung nach dem Euromaidan, die über den Sturz alter Statuen und die Umsetzung neuer antitotalitärer Gesetze hinausgeht.
Es untersucht die Entkommunisierung als politisches und kulturelles Phänomen, das die Multivokalität der ukrainischen Bevölkerung offenlegt und verschiedene Formen der dialogischen Interaktion zwischen normalen Bürgern und dem Staat umfasst. Plakate, Graffiti oder Straßennamen sind physische und diskursive Leinwände, auf denen alte Bedeutungen angefochten und neu artikuliert werden, und auf denen neue politische Symbole definiert werden, die nationalistische und demokratische Elemente miteinander verbinden.