Bewertung:

Das Buch von Detlef Garbe ist die erste umfassende wissenschaftliche Darstellung der Verfolgung der Zeugen Jehovas durch das NS-Regime. Mit akribischen Recherchen und einer Vielzahl von Quellen legt Garbe eine umfassende Analyse der Widerstandsfähigkeit dieser Minderheit gegen die Unterdrückung vor. Das Buch wird für seine Gründlichkeit, seine Neutralität und seine bedeutenden historischen Einblicke anerkannt, auch wenn darauf hingewiesen wird, dass es keine einfache oder leichte Lektüre ist.
Vorteile:⬤ Ausführliche Recherchen mit über 210 Seiten Fußnoten und einer umfangreichen Bibliographie.
⬤ Gilt als wissenschaftlicher Standardbericht zu diesem Thema.
⬤ Bietet eine neutrale und detaillierte Perspektive auf die Verfolgung der Zeugen Jehovas.
⬤ Persönliche Zeugnisse und eine Vielzahl dokumentierter Beweise bereichern die Erzählung.
⬤ Ermutigt zu einem tieferen Verständnis des historischen Kontextes und der moralischen Auswirkungen der Verfolgung.
⬤ Keine leichte Lektüre; eher für Gelehrte oder ernsthafte Geschichtsstudenten geeignet.
⬤ Der Umfang des Buches (über 800 Seiten) könnte für manche Leser abschreckend wirken.
⬤ Einige Rezensenten sind der Meinung, dass es sich zu sehr auf eine Gruppe inmitten einer größeren Geschichte der Verfolgung konzentriert.
(basierend auf 17 Leserbewertungen)
Between Resistance and Martyrdom: Jehovah's Witnesses in the Third Reich
Privatisierung - die Übertragung der Verantwortung für öffentliche Dienstleistungen vom öffentlichen auf den privaten Sektor - stößt derzeit auf großes Interesse bei politischen Entscheidungsträgern. Ihre Befürworter sehen in der Privatisierung die Vision eines schlanken, rationalisierten öffentlichen Sektors, der sich bei der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen auf den privaten Markt verlässt. Die Gegner sehen in ihr die Vision einer angeschlagenen Regierungsbürokratie, die wichtige öffentliche Dienstleistungen an unzuverlässige Unternehmer abgibt. Im besten Fall kann die Privatisierung die Kosten der Verwaltung senken und neue Möglichkeiten für eine bessere Erbringung von Dienstleistungen eröffnen. Im schlimmsten Fall kann sie Gerechtigkeit, Qualität und Rechenschaftspflicht untergraben.
In Privatization and Its Alternatives (Privatisierung und ihre Alternativen) bewerten renommierte Wissenschaftler aus verschiedenen sozialwissenschaftlichen Disziplinen Privatisierungsbemühungen in den Vereinigten Staaten und im Ausland sowie auf verschiedenen Regierungsebenen: Bund, Länder und Kommunen. Sie befassen sich in erster Linie mit drei wichtigen Politikbereichen - Bildung, Wohnungsbau und Strafverfolgung -, die die Dilemmata deutlich machen, mit denen die politischen Entscheidungsträger konfrontiert sind, wenn sich die Privatisierungsdebatte von der Erbringung harter Dienstleistungen, wie der Müllabfuhr, auf menschliche Dienstleistungen verlagert. Die Autoren vertreten sehr unterschiedliche Standpunkte: einige sind von der Privatisierung begeistert, andere stehen ihr sehr skeptisch gegenüber. Keiner dieser Beiträge wurde bisher an anderer Stelle veröffentlicht; der Band entstand aus einer Konferenz über Privatisierung im Jahr 1987, die vom La Follette Institute of Public Affairs an der University of Wisconsin Madison gefördert wurde.
Eine besondere Stärke dieser Sammlung liegt in der Betrachtung von alternativen Formen der Dienstleistungserbringung. Die Privatisierung von Sozialwohnungen kann zum Beispiel Subventionen für die Armen (Gutscheine), Mieterverwaltung (eine Mischform der Privatisierung) oder den direkten Verkauf beinhalten. Wie und wie gut haben solche Maßnahmen funktioniert? Beispiele aus anderen Ländern könnten sich als besonders aufschlussreich erweisen: Der englische Verkauf von Sozialwohnungen an Mieter ist einer der größten Vermögensverkäufe in der gesamten Privatisierungsbewegung; Australien hat mit öffentlichen Subventionen für Privatschulen experimentiert; und Japan hat mit der Privatisierung der Strafverfolgung und des Strafvollzugs experimentiert. Diese Themen sind heute Gegenstand einer lebhaften öffentlichen Debatte in den Vereinigten Staaten und werden in diesem Band ausführlich erörtert. Privatisierung und ihre Alternativen wendet sich daher nicht nur an Wissenschaftler der öffentlichen Politik, sondern auch an ein breites Spektrum von Praktikern, die entscheiden müssen, ob oder wie sie privatisieren wollen.".