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Im Leben von Suzanna Ricci scheint alles kaputt zu sein. Mit nur 42 Jahren ist ihre Ehe mit Len in die Brüche gegangen.
Ihre Beziehung zu den beiden Teenagern Robin und Logan ist reparaturbedürftig. Jetzt will ihre Mutter, "diese kämpferische Seele", dass sie das vom Erdbeben beschädigte Familienhaus in Acqua Sacra restauriert. Und es ist ihr egal, wie viele Reisen ihre Tochter von Montreal in ihr lebendiges italienisches Heimatland Abruzzen unternehmen muss.
Als Len, ein zwielichtiger Buchhalter, sie ermutigt, einen Job in einer Montrealer Anwaltskanzlei anzunehmen, die von einem Mann namens Robert Bliss geleitet wird, schöpft Suzanna Hoffnung, sich von ihrem Ex zu befreien. Bis ihr klar wird, dass es wahnsinnig viel kostet, sich von ihm zu lösen, und zwar nicht nur von ihm oder seinen "Partnern". In Acqua Sacra, Keith Hendersons flottem neuen Roman über privaten Betrug und öffentliche Korruption, trifft die Skepsis der alten Welt auf die Sorgen der neuen Welt.
Zu seinen Darstellern gehören ein ehrlicher Architekt, eine mutige Büroangestellte, die moderne Hexe eines trockengelegten Sees und mindestens ein (reformierter) schmutzig grabender Anwalt. Aber was soll Suzanna tun, wenn die Mafia und ihre extralegalen grenzüberschreitenden politischen Machenschaften in ihr Leben eindringen? Während die Unterwelt Montreals so voller Giftschlangen und böser Hunde zu sein scheint wie die Berge der Abruzzen, prallen römische Geschichte, italienische Mafiosi, pflichtbewusste Kanadier und afrikanische Wanderarbeiter kopfüber und mit bizarrer Komik aufeinander. Im Zentrum des Absturzes steht Suzanna, fassungslos und wie ein Schaf.
Henderson, der Autor von "The Roof Walkers", liefert mit "Acqua Sacra" erneut eine unterhaltsame und einfühlsame Geschichte über das Wesen der persönlichen Verantwortung, diesmal in einem Zeitalter der multinationalen Kriminalität. Wenn Suzanna die Trümmer überlebt, dann nur, indem sie die wahre Bedeutung von "Familie" in einem globalen Dorf würdigt.