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Africa: The Politics of Suffering and Smiling
Die Frage, die gewöhnlich über Afrika gestellt wird, lautet: 'Warum geht es schief? Leidet der Kontinent noch immer unter den Verwüstungen des Kolonialismus? Oder ist er das Opfer postkolonialer wirtschaftlicher Ausbeutung, schlechter Regierungsführung und mangelnder Hilfe? Wie auch immer die Antwort ausfällt, das Ergebnis sind zunehmend Armut und Gewalt.
In Afrika: The Politics of Suffering and Smiling geht Patrick Chabal diese Frage anders an, indem er die Rolle der Theorie in der afrikanischen Politik neu überdenkt. Chabal erörtert die Grenzen der bestehenden politischen Theorien über Afrika und schlägt einen anderen Ausgangspunkt vor.
Er vertritt die Auffassung, dass politisches Denken von der Notwendigkeit geleitet sein sollte, sich mit der Unmittelbarkeit des täglichen Lebens und des Todes auseinanderzusetzen. Wie definieren die Menschen, wer sie sind? Wo gehören sie hin? Woran glauben sie? Wie kämpfen sie ums Überleben und um die Verbesserung ihres Lebens? Welche Auswirkungen haben Krankheit und Armut? Damit schlägt Chabal eine radikal andere Sichtweise auf die Politik in Afrika vor und beleuchtet die Art und Weise, wie gewöhnliche Menschen "leiden und lächeln".
Dies ist eine höchst originelle Ergänzung zu Zeds bahnbrechender Reihe Politische Welttheorien.