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African Ecomedia: Network Forms, Planetary Politics
In African Ecomedia untersucht Cajetan Iheka den ökologischen Fußabdruck der Medien in Afrika sowie die Darstellung von Umweltthemen in der visuellen Kultur. Iheka zeigt, wie afrikanische Künstler durch visuelle Medien wie Film, Fotografie und Skulptur eine einzigartige Perspektive auf die sozio-ökologischen Kosten der Medienproduktion liefern, von der Mineralien- und Ölförderung bis hin zur Politik des Tierschutzes.
Unter anderem untersucht er Pieter Hugos Fotografie über das Recycling von Elektronikschrott in Ghana und Idrissou Mora-Kpais Dokumentarfilm über die schädlichen Folgen des Uranabbaus in Niger. Diese Werke verdeutlichen nicht nur die Ausbeutung afrikanischer Arbeiter und das Ausmaß der Umweltzerstörung, sondern auch den Einfallsreichtum und die Kreativität afrikanischer Medienmacher.
Sie weisen auf die Unhaltbarkeit der derzeitigen Praktiken hin und sind sich gleichzeitig der Endlichkeit der natürlichen Ressourcen unseres Planeten bewusst. Indem er die zentrale Rolle Afrikas bei der Produktion und Entsorgung von Medientechnologien hervorhebt, zeigt Iheka, welch wichtigen Platz die visuellen Medien bei der Sensibilisierung für und der Dokumentation von Umweltkatastrophen einnehmen, auch wenn sie an diesen mitschuldig bleiben.