Bewertung:

Das Buch bietet eine einzigartige Perspektive auf die altägyptische Geschichte, indem es sich darauf konzentriert, wie nachfolgende Kulturen die ägyptische Zivilisation interpretiert und verzerrt haben, anstatt einen geradlinigen historischen Bericht zu liefern. Während einige Leser die frischen Einsichten und den fesselnden Schreibstil des Autors zu schätzen wissen, kritisieren andere, dass es in dem Buch mehr um moderne Interpretationen und Kritiken als um die Geschichte selbst geht.
Vorteile:Informative und unterhaltsame Lektüre mit interessanten historischen und kulturellen Aspekten. Die Autorin, Christina Riggs, wird für ihren klaren, witzigen und sachkundigen Schreibstil gelobt. Viele Leser schätzen die neuen Einblicke in die Geschichte der Ägyptologie.
Nachteile:Einige Leser sind der Meinung, dass das Buch sein Versprechen eines historischen Einblicks nicht einhält, da es sich zu sehr auf zeitgenössische Themen und Kritiken konzentriert, anstatt einen sachlichen Bericht über das alte Ägypten zu liefern. Es gibt Bedenken hinsichtlich der wahrgenommenen Agenda des Autors und wie diese die Glaubwürdigkeit der historischen Analyse beeinflusst.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Egypt: Lost Civilizations
Eine Untersuchung der Geschichte, Kunst und Religion des alten Ägyptens, ein erhellender Blick darauf, warum es über die Jahrhunderte hinweg so einflussreich war.
Von römischen Villen bis hin zu Hollywood-Filmen - das alte Ägypten war für viele andere Kulturen eine Quelle der Faszination und Inspiration. Aber warum genau ist dies der Fall? In diesem Buch untersucht Christina Riggs die Geschichte, Kunst und Religion des alten Ägyptens, um zu ergründen, warum es über die Jahrhunderte hinweg so einflussreich war. Dabei zeigt sie, wie die antike Vergangenheit schon immer für die Zwecke der Gegenwart genutzt wurde.
Ägypten, das oft als verlorene Zivilisation bezeichnet wird, die von Abenteurern und Archäologen entdeckt wurde, hat für viele verschiedene Menschen viele Bedeutungen gehabt. Die griechischen und römischen Schriftsteller der Antike bewunderten die altägyptische Philosophie, und diese Bewunderung beeinflusste die Vorstellungen über Ägypten im Europa der Renaissance und in der arabischsprachigen Welt. Jahrhundert betrachteten Geheimgesellschaften wie die Freimaurer das alte Ägypten als eine Quelle der Weisheit, doch als das moderne Ägypten im 19. und frühen 20. Jahrhundert in den Mittelpunkt westlicher Militärstrategien und wirtschaftlicher Ausbeutung rückte, wurden seine antiken Überreste als exotisch, primitiv oder sogar gefährlich angesehen, verstrickt in die Politik der Rassenkunde und Archäologie. Der Fluch der Pharaonen oder die Verführungskraft Kleopatras waren Mythen, die in der Kolonialzeit eine neue Bedeutung erhielten, während das alte Ägypten auch modernistische, antikoloniale Bewegungen in der Kunst inspirierte, wie etwa die Harlem Renaissance und den ägyptischen Pharaonismus. Heute ist das alte Ägypten - sei es durch tatsächliche Relikte oder durch kulturelle Huldigungen - von Museumsgalerien bis zu Tätowierstudios zu finden. Riggs hilft uns zu verstehen, warum diese "verlorene Zivilisation" nach wie vor ein Berührungspunkt ist, um zu definieren - und zu debattieren - wer wir heute sind.