Bewertung:

Das Buch ist eine gut gestaltete Einführung in das Leben und den Einfluss von Ahmad ibn Hanbal auf das islamische Recht, die ein Gleichgewicht zwischen Komplexität und verständlicher Sprache schafft. Es vermittelt Respekt für Ahmad ibn Hanbal als eine vielschichtige Figur innerhalb der islamischen Gelehrsamkeit, trotz der Kritik an seiner vermeintlichen Starrheit.
Vorteile:Klare und respektvolle Darstellung von Ahmad ibn Hanbal, ansprechender und angenehmer Schreibstil, aufschlussreiche Vergleiche mit anderen religiösen Traditionen, gute Druck- und Papierqualität.
Nachteile:Mangel an ausreichenden Verweisen zur weiteren Erforschung des Themas, einige Kapitel könnten für allgemeine Leser zu technisch sein.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
In dieser bahnbrechenden Biografie befasst sich Christopher Melchert mit dem Urvater der vierten der vier wichtigsten sunnitischen Rechtsschulen, der Hanbali-Schule.
Ahmad ibn Hanbal (780-855) vertrat die Ansicht, dass der Koran unerschaffen und das direkte Wort Gottes sei. Er war der Meinung, dass der heilige Text wörtlich gelesen werden sollte, und lehnte jede Möglichkeit einer metaphorischen oder revisionistischen Auslegung ab.
Melchert zeigt, dass Ibn Hanbals Anhänger schon zu seinen Lebzeiten seine Lehren zugunsten eines angemesseneren Islams revidierten, bewertet die Bedeutung von Ibn Hanbals Lehren und analysiert ihre Relevanz im modernen sunnitischen Islam.