Bewertung:

Das Buch „All the Stops“ von Craig Whitney bietet einen ausführlichen Einblick in die Geschichte der Pfeifenorgel in Amerika, wobei der Schwerpunkt auf einflussreichen Orgelbauern und -interpreten vom Ende des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Das Buch richtet sich in erster Linie an engagierte Orgelliebhaber und Fachleute und weniger an Gelegenheitsleser. Der Text ist fesselnd und informativ und vermischt künstlerische, historische und soziale Kommentare zur Orgelindustrie.
Vorteile:Das Buch ist in einem fesselnden und einnehmenden Stil geschrieben, der zugänglich ist und trockene, akademische Prosa vermeidet. Es liefert umfassende Details über die Geschichte und Entwicklung der Pfeifenorgel und hebt insbesondere die an ihrer Entwicklung beteiligten Persönlichkeiten hervor. Es wird geschätzt, weil es informativ ist, ohne den Leser mit Fachjargon zu überwältigen, so dass es sowohl für Organisten als auch für allgemein interessierte Leser geeignet ist. In vielen Rezensionen wird es als unterhaltsame und aufschlussreiche Lektüre bezeichnet, die sich sowohl für Liebhaber als auch für Neulinge eignet.
Nachteile:In mehreren Rezensionen wurde darauf hingewiesen, dass das Buch das umfangreiche Thema der Pfeifenorgeln möglicherweise nicht umfassend genug behandelt, und einige meinten, es kratze nur an der Oberfläche. Ein bemerkenswertes Versäumnis war das Fehlen einer Besprechung des Organisten und Orgelbauers Robert Noehren, der nach Ansicht vieler Anerkennung verdient hätte. Außerdem fanden einige den Inhalt zu vereinfachend oder geschwätzig und reduzierten komplexe Themen auf binäre Gegensätze. Schließlich wurden einige Bedenken hinsichtlich des Zustands der erhaltenen gebrauchten Exemplare geäußert.
(basierend auf 39 Leserbewertungen)
All the Stops: The Glorious Pipe Organ and Its American Masters
Jahrhundertelang standen Pfeifenorgeln auf dem Gipfel der musikalischen und technischen Errungenschaften und wurden als die komplexesten und kompliziertesten Mechanismen bewundert, die die Menschheit je erfunden hatte. In All The Stops reist der New York Times-Journalist Craig Whitney durch die Geschichte der amerikanischen Pfeifenorgel und erweckt die kuriosen Persönlichkeiten zum Leben, die ihr Leben der Musik gewidmet haben.
Von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war die Orgelmusik in Amerika äußerst beliebt. Die Orgelbauer in New York und Neuengland konnten die riesige Nachfrage nach Orgeln für Konzertsäle und Privathäuser kaum befriedigen. Orgelbaumeister fanden raffinierte Wege, um die Orgeln mit Hilfe von Elektrizität wie Orchester klingen zu lassen. Orgelspieler entwickelten Kultstatus und erbitterte Rivalitäten. Es gab eine Bewegung, die den amerikanischen Orgeln die Klarheit und Präzision der Barockorgeln vergangener Jahrhunderte zurückgeben wollte, während eine andere Bewegung die elektronischen Orgeln in die Rockkonzertsäle brachte, wo die jüngeren Zuhörer zu finden waren. Doch während Orgelbauer und Organisten sich gegenseitig bekämpften, verlor das Publikum das Interesse an der Orgel.
Heute erleben die Orgeln ein Comeback in Konzertsälen und Kirchen in ganz Amerika. Craig Whitney bringt die Geschichte zum Leben und auf den neuesten Stand in einem humorvollen, fesselnden Buch über die Instrumente und lebhaften Persönlichkeiten, die seine lebenslange Leidenschaft inspirierten: die große Kunst der majestätischen Pfeifenorgel.
Hören Sie die Klänge einiger der Pfeifenorgeln, die in ALL THE STOPS vorgestellt werden.