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At Penpoint: African Literatures, Postcolonial Studies, and the Cold War
In At Penpoint zeichnet Monica Popescu die Entwicklung der afrikanischen Literatur in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts nach, um die Auswirkungen des Kalten Krieges und der Dekolonisierung auf die Literaturgeschichte zu untersuchen.
Popescu stützt sich dabei auf Archivmaterial der von der Sowjetunion geförderten Afro-Asiatischen Schriftstellervereinigung und des von der CIA finanzierten Kongresses für kulturelle Freiheit sowie auf die Betrachtung kanonischer literarischer Werke von Ayi Kwei Armah, Ngũgĩ wa Thiong'o, Ousmane Semb ne, Pepetela, Nadine Gordimer und anderen. Sie skizziert, wie sich die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion in den ästhetischen und politischen Debatten der afrikanischen Schriftsteller und Intellektuellen niederschlugen.
Diese Schriftsteller dekolonisierten den ästhetischen Kanon, obwohl die Supermächte versuchten, die afrikanische Kulturproduktion so zu gestalten, dass ihre ideologischen und geopolitischen Ziele gefördert wurden. Popescu stellt die afrikanische Literatur an die Schnittstelle von postkolonialer Theorie und Studien zum Kalten Krieg und liefert eine neue Bewertung der afrikanischen Literatur, Ästhetik und Wissensproduktion.