Bewertung:

Insgesamt ist „America's Army“ von Beth Bailey eine gut dokumentierte und detaillierte Untersuchung der Entwicklung der US-Armee zu einer reinen Freiwilligenarmee, die den historischen Kontext und die kulturellen Auswirkungen beleuchtet. Obwohl das Buch wertvolle Einblicke in die Militärkultur und die nationale Sicherheit bietet, kann es sehr dicht sein und erfordert eine konzentrierte Lektüre, um die Fülle an Informationen vollständig zu erfassen.
Vorteile:⬤ Gründliche Analyse der All-Folunteer-Force, reich an Details und gut dokumentiert
⬤ liefert Kontext zu militärischen Angelegenheiten und kulturellen Fragen in den USA
⬤ fesselnder Erzählstil trotz dichtem Inhalt
⬤ wertvolle Einsichten, die auf aktuelle militärische Diskussionen anwendbar sind.
⬤ Dichte und anspruchsvolle Lektüre, die ein konzentriertes Studium erfordert
⬤ bestimmte Abschnitte können aufgrund der Ansichten des Autors über Frauen im Kampf und LGBTQ+-Themen als voreingenommen wahrgenommen werden
⬤ es fehlt eine Diskussion über die Rolle der Reservekomponenten in der Freiwilligenarmee.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
America's Army: Making the All-Volunteer Force
1973, nicht lange nachdem die letzten amerikanischen Kampftruppen aus Vietnam zurückgekehrt waren, löste Präsident Nixon sein Wahlversprechen ein und schaffte die Wehrpflicht ab. Die Zukunft junger Männer wurde nun nicht mehr durch das Selektionssystem bestimmt.
Und auch das US-Militär hatte keine gesicherte Quelle für Rekruten.
America's Army ist die Geschichte der Freiwilligenarmee, von den Protesten gegen die Wehrpflicht und den politischen Vorschlägen in den 1960er Jahren bis zum Irakkrieg. Es ist auch eine Geschichte Amerikas in der Nach-Vietnam-Ära. In der Armee wurde Amerika direkt mit den Errungenschaften der Bürgerrechte und der Black Power, der Frauenbewegung und der Rechte der Homosexuellen konfrontiert. Die Freiwilligenarmee warf Fragen nach der Bedeutung der Staatsbürgerschaft und den damit verbundenen Rechten und Pflichten auf.
Die Frage, ob Freiheit oder Gleichheit der zentralere amerikanische Wert ist.
Welche Rolle das Militär in der amerikanischen Gesellschaft nicht nur in Kriegszeiten, sondern auch in Friedenszeiten spielen sollte. Und während die Armee versuchte, eine Freiwilligentruppe zu schaffen, die auf komplexe internationale Situationen wirksam reagieren konnte, musste sie mit anderen "Arbeitgebern" auf einem nationalen Arbeitsmarkt konkurrieren und den Militärdienst neben Seife und Softdrinks verkaufen.
Auf der Grundlage umfassender Archivrecherchen sowie von Interviews mit Armeeoffizieren und Rekrutierern, Werbefachleuten und politischen Entscheidungsträgern setzt sich America's Army mit den politischen, moralischen und sozialen Fragen auseinander, die eine Freiwilligentruppe für eine demokratische Gesellschaft und für die Verteidigung unserer Nation aufwirft.