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By the Thames Divided. Cardinal Bourne in Southwark and Westminster
Mit mehr als einunddreißig Jahren (1903-1935) ist die Amtszeit von Kardinal Bourne die längste aller Erzbischöfe von Westminster. Heute ist Bourne, vielleicht mit Ausnahme seiner turbulenten Beziehung zu Bischof Amigo von Southwark, praktisch unbekannt.
Diese Unbekanntheit ist unverdient. In seine Amtszeit in Westminster fielen einige der folgenreichsten Ereignisse der modernen englischen katholischen Kirche: die Bildungsfrage, der Modernismus, der Erste Weltkrieg, die irischen Unruhen und der Vertrag, das Aufkommen der Labour Party, der Generalstreik, die wachsende Bedrohung durch die europäischen Diktatoren und die Aufbrüche in der Ökumene und der katholischen Sozialpolitik. Aufgrund seines Temperaments und seiner Vorliebe spielte Bourne bei all diesen Themen eine stille Rolle, die jedoch weder passiv noch unbedeutend war.
In schwierigen Zeiten führte er die katholische Kirche gewissenhaft und gut. Diese Biographie bietet eine längst überfällige und umfassende Neubewertung einer der wichtigsten Persönlichkeiten der Kirchengeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts.